LWB setzt sich auf UN-Umweltversammlung für den Erhalt der Schöpfung ein

23 Feb. 2022
Gefährdete Gruppen, darunter Flüchtlinge, Frauen und Kinder, sind ebenfalls überdurchschnittlich stark vom Klimawandel betroffen. Das vom LWB unterstützte Flüchtlingslager Gado im Osten Kameruns beherbergt mehr als 25.000 Flüchtlinge aus der benachbarten Zentralafrikanischen Republik. Foto: LWB/Albin Hillert

Gefährdete Gruppen, darunter Flüchtlinge, Frauen und Kinder, sind ebenfalls überdurchschnittlich stark vom Klimawandel betroffen. Das vom LWB unterstützte Flüchtlingslager Gado im Osten Kameruns beherbergt mehr als 25.000 Flüchtlinge aus der benachbarten Zentralafrikanischen Republik. Foto: LWB/Albin Hillert

LWB erhebt „Stimmen der Hoffnung und des Glaubens“

NAIROBI, Kenia/GENF (LWI) – Im Rahmen seiner laufenden Advocacy-Arbeit wird der Lutherische Weltbund (LWB) an der 5. Tagung der Umweltversammlung der Vereinten Nationen (UNEA-5) teilnehmen, die vom 28. Februar bis zum 2. März online und in Nairobi, Kenia, stattfindet. Zur LWB-Delegation gehören junge Erwachsene, Vertreterinnen und Vertreter des Weltdienstes und Mitgliedes des Referats Action for Justice (Handeln für Gerechtigkeit).

Das Thema von UNEA-5 lautet „Stärkung von Aktionen für die Natur zum Erreichen der nachhaltigen Entwicklungsziele.“

„Für uns ist dies eine weitere Möglichkeit, die bestehende Klima- und Umweltkrise zu thematisieren“, sagt Isaiah Toroitich, beim LWB für die globale Advocacy-Arbeit zuständig. „Es ist ein entscheidender Moment, sich daran zu erinnern, dass die Natur und die Schöpfung eine wichtige Rolle in der nachhaltigen Entwicklung, im Alltagsleben und für die Lebensgrundlagen eines jeden Menschen spielen.“ UNEA-5 müsse die Schöpfung in den Mittelpunkt des globalen wirtschaftlichen Wiederaufbaus und der Diskussionen über nachhaltige Entwicklung auch im Kontext der COVID-19-Pandemie stellen.

Zu der Delegation, mit der der LWB an UNEA-5 teilnimmt, gehören acht junge Erwachsene, die auch schon auf der UN-Klimakonferenz COP26 waren, Vertreter des Kenia-Dschibuti-Somalia-Programms der LWB-Abteilung für Weltdienst sowie Mitarbeitende des LWB-Referats Action for Justice. 

„Das Engagement des LWB auf der UNEA-5-Tagung beleuchtet in besonderer Weise die Rolle von jungen Menschen, Frauen und indigenen Völkern, die selbst handeln, um die Umwelt und das Klima zu schützen“, erklärt Toroitich. „Durch unsere Advocacy-Arbeit sorgen wir dafür, dass sie mit eingebunden werden und auf diese Weise positive Veränderungen bewirken und andere Menschen zu aktiven Maßnahmen motivieren.“ 

Gemeinsam mit seinen Partnern, dem ACT-Bündnis, dem Ökumenischen Rat der Kirchen und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika, wird der LWB während UNEA-5 am 28. Februar eine Nebenveranstaltung mit dem Titel „Stimmen der Hoffnung und des Glaubens – Gemeinsame Visionen eines Lebens in Harmonie mit der Natur“ veranstalten, die Online-Podiumsdiskussion wird von der LWB-Generalsekretärin Anne Burghardt mit einer Ansprache eröffnet.

Die UNEA ist das höchste umweltpolitische Organ der Vereinten Nationen und befasst sich mit kritischen Umweltproblemen, mit denen die Welt heute konfrontiert ist. Diese Herausforderungen zu verstehen und unsere Umwelt zu bewahren und wiederherzustellen, ist ein zentrales Anliegen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. 

Die Agenda 2030 will Armut und Konflikte beenden, gerechte und inklusive Gesellschaften aufbauen und den dauerhaften Schutz des Planeten und seiner natürlichen Ressourcen sicherstellen. Die 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (SDGs) setzen den Rahmen zum Erreichen dieser Ziele.

Aufgrund seines Beobachterstatus beim UN-Umweltprogramm (UNEP) kann der LWB an den UNEA-Verhandlungen teilnehmen.

 

Von LWB/A. Weyermüller. Deutsche Übersetzung: Detlef Höffken