Bangladesch: 50 Jahre lebensrettende Arbeit

10 Feb. 2022
In einer gemeinsamen Partnerschaft unterstützen LWB und RDRS die Existenzsicherung von Rohingya-Flüchtlingen und Aufnahmegemeinschaften in Bangladesch. Foto: Bhoj KHANAL/RDRS/LWB

In einer gemeinsamen Partnerschaft unterstützen LWB und RDRS die Existenzsicherung von Rohingya-Flüchtlingen und Aufnahmegemeinschaften in Bangladesch. Foto: Bhoj KHANAL/RDRS/LWB

LWB gratuliert zu unermüdlicher Arbeit für marginalisierte und gefährdete Gemeinschaften

DHAKA, Bangladesch/GENF (LWI) – Der Lutherische Weltbund hat im Jahre 1972 das Rangpur Dinajpur Rural Service-Programm (RDRS) ins Leben gerufen, um Gemeinschaften in Konfliktzonen innerhalb der Großregion Rangpur-Dinajpur nach dem Unabhängigkeitskrieg in Bangladesch mit Hilfe- und Wiederaufbauprogrammen zu unterstützen. Das Programm entwickelte sich von einem Projekt zu einer unabhängigen Organisation mit nationaler Reichweite und kann dieses Jahr auf 50 Jahre lebensrettende Arbeit zurückblicken.

Gemeinsame Verpflichtung, den am stärksten gefährdeten Menschen zu helfen

„Seit einem halben Jahrhundert arbeitet RDRS Bangladesch partnerschaftlich mit marginalisierten und stark gefährdeten Gemeinschaften wie Flüchtenden, Binnenvertriebenen, Frauen, Kindern, Älteren und Menschen mit Behinderungen zusammen und unterstützt sie auf ihrem Weg zu einem selbstbestimmten und autarken Leben“, schrieb Maria Immonen, Direktorin der LWB-Abteilung für Weltdienst in einem Glückwunschschreiben.

LWB und RDRS bieten partnerschaftlich Chancen und Dienstleistungen an, die in erster Linie vier thematische Ziele verfolgen: zivilgesellschaftliche Handlungsfähigkeit, Lebensqualität, Ernährungssicherheit sowie ökologische und wirtschaftliche Selbstbestimmung. 1997 hat sich RDRS 25 Jahre nach seiner Gründung von einem LWB-Programm zu einer unabhängigen Non-Profit-Organisation entwickelt. Seither hat RDRS mehr als 3,4 Millionen Familien in Bangladesch erreicht. Das Programm arbeitet mit 396 gemeinschaftsnahen Organisationen zusammen, denen es in erster Linie um die Selbstbestimmung ihrer Mitglieder an der Basis geht. RDRS hat zurzeit mehr als 5.000 Beschäftigte, davon kommen 90 Prozent aus den Gemeinschaften, die das Programm betreut.

„Wir feiern mit RDRS, die eine der führenden örtlichen NGOs in Bangladesch ist und die sich kontinuierlich weiterentwickelt und auf innovative Weise eine auf Rechten basierende Empowerment-Strategie mit ihrem diversen, multikulturellen Team umsetzt, das seine Basis fast vollständig auf der Graswurzelebene hat“, fügte Immonen hinzu.

Die anhaltende Zusammenarbeit zwischen dem LWB und RDRS Bangladesch hat vor kurzem dazu geführt, dass das LWF-RDRS-Emergency Program (LREP) als gemeinsame Antwort auf die Rohingya-Krise ins Leben gerufen wurde. Die Initiative wird ebenfalls die Nothilfekapazitäten von RDRS Bangladesch verstärken und begleitend unterstützen. LREP hilft geflüchteten Rohingya und ihren Aufnahmegemeinschaften bei der Bewältigung ihrer schwierigen Lebenssituation und fördert Aktivitäten, mit denen diese Menschen ihr eigenes Einkommen erarbeiten können. Dies gilt in erster Linie für alleinerziehende Mütter, Witwen, Ältere und Menschen mit Behinderungen, die am stärksten in Krisensituationen gefährdet sind.

 

Deutsche Übersetzung: Detlef Höffken, Redaktion: LWB/A. Weyermüller