Lund (Schweden), 20. bis 27. März 2007
Tag 8 - Dienstag, 27. März
Diskussion über Ehe, Familie und Sexualität
wird LWB nicht spalten
![]() LWB-Generalsekretär Pfr. Dr. Ishmael Noko. © LWB/D. Jusaitis |
Die ökumenische Bewegung wird sich in den kommenden Jahrzehnten weiter entwickeln und der sichtbaren Einheit der Kirchen mehr Profil verleihen. Diese Überzeugung brachte LWB-Generalsekretär Pfr. Dr. Ishmael Noko auf der Abschlusspressekonferenz der Ratstagung und KirchenleiterInnenkonsultation am Dienstag, 27. März, im schwedischen Lund zum Ausdruck.
An der LWB-Ratstagung vom 20. bis 27. März, die eine KirchenleiterInnenkonsultation sowie die Feierlichkeiten aus Anlass des 60-jährigen Bestehens des LWB einschloss, nahmen rund 500 VertreterInnen der LWB-Mitgliedskirchen und Partnerorganisationen teil, unter ihnen mehr als 100 lutherische KirchenleiterInnen. Die Tagung stand unter dem Thema: „Gemeinschaft leben in der Welt von heute“.
Auf die Frage, wo er den LWB in 60 Jahren sehe, antwortete Noko: „Wir werden dann weiter sein als heute und in der weltweiten Ökumene einen besonderen Platz einnehmen.“ Der LWB-Generalsekretär äusserte die Überzeugung, „dass die Kirchen in 60 Jahren gemeinsam Abendmahl feiern werden“.
![]() Erzbischof Anders Wejryd, Schwedische Kirche. © LWB/D. Jusaitis |
Der schwedische Erzbischof Anders Wejryd (Uppsala) sagte vor JournalistInnen, die kontroverse Debatte über Ehe, Familie und Sexualität werde den Lutherischen Weltbund „nicht spalten“. Unter Hinweis auf das Augsburger Bekenntnis von 1530 unterstrich er, dass es zur Wahrung der Einheit der Kirche ausreiche, über die Verkündigung des Evangeliums einig zu sein. Auf dieser Basis seien unterschiedliche Beurteilungen in ethischen Fragen nicht kirchentrennend. Diese Unterschiede würden entstehen, weil die Kirchen auf den jeweiligen kulturellen Kontext reagieren müssten. Mehr...
LWB bestätigt historische Erklärung
zum bischöflichen Amt
![]() Plenarsitzung während der Ratstagung im schwedischen Lund. © LWB/J. Elfstroem |
Nach achtjähriger Vorbereitung hat der LWB-Rat auf seiner Tagung Ende März in Lund eine historische Erklärung zum bischöflichen Amt angenommen.
Der Titel des Dokuments lautet: „Das bischöfliche Amt im Rahmen der Apostolizität der Kirche. Erklärung von Lund. Lutherischer Weltbund – eine Kirchengemeinschaft.“ Die Erklärung von Lund entstand aus dem Bemühen zu klären, wie die lutherischen Kirchen Wesen und Auftrag des Aufsichtsamtes in der Kirche verstehen, wobei besonders berücksichtigt wurde, wie dieses Amt der Apostolizität der Kirche, also ihrer Kontinuität mit Christus und den Aposteln, dient. Mehr...
Der vollständige Text der Erklärung von Lund steht in deutscher, englischer, französischer und spanischer Sprache als auch in portugiesischer Sprache zur Verfügung. (Diese
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Botschaft der LWB-Jugend: Als Gemeinschaft zusammenstehen trotz aller Differenzen
![]() In einem symbolischen Akt sammeln jugendliche Teilnehmende während des Schlussgottesdienstes der Ratstagung in Lund Wasser aus allen Teilen der LWB-Gemeinschaft. © LWB/D. Jusaitis |
Die JugendvertreterInnen der Mitgliedskirchen haben den LWB dazu aufgerufen, als Gemeinschaft zusammenzustehen und es nicht zuzulassen, dass Meinungsunterschiede in Fragen von Ehe, Familie und Sexualität die Communio spalten.
Dieser Appell an die lutherische Gemeinschaft war Teil der Botschaft, die die jungen Erwachsenen an den LWB-Rat richteten. Die Jugendlichen hatten die Botschaft im Jugendworkshop ausgearbeitet, der im Vorfeld der Ratstagung vom 16. bis 19. März im südschwedischen Höör stattfand. Mehr...
Hier finden Sie den Text der Botschaft des Jugendworkshops 2007 in englischer Sprache. (Dieser
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Hier finden Sie Informationen zu weiteren Entscheidungen der LWB-Ratstagung im schwedischen Lund.
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