Lutherischer Weltbund

Lutherische Welt-Information

14.09.2008

Stuttgart freut sich auf Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes im Juli 2010

Württembergischer Landesbischof Frank Otfried July informiert Europäische KirchenleiterInnenkonsultation über den Planungsstand

Greifswald (Deutschland)/Genf, 14. September 2008 (LWI)
- Die Evangelische Landeskirche in Württemberg freut sich nach den Worten ihres Landesbischofs Frank Otfried July (Stuttgart/Deutschland), vom 20. bis 27. Juli 2010 Gastgeberin der Elften Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB) zu sein. Dies bekräftigte July auf der bis zum 16. September in Greifswald (Deutschland) tagenden Europäischen KirchenleiterInnenkonsultation des LWB. Auch die Stadt Stuttgart freue sich, Gastgeberin dieses "bedeutenden Ereignisses" zu sein. Die Vorbereitungen liefen bereits auf Hochtouren und kämen planmässig voran, so Landesbischof July. Auch in den Medien sei ein "grosses Interesse" spürbar.

Das Thema der Vollversammlung - "Unser tägliches Brot gib uns heute" - fordere Württemberg als eine wirtschaftliche stabile Region, deren industrielle Arbeitsbereiche global vernetzt seien, besonders heraus. "Zum anderen aber kennen wir auch durch die Missionsökumene und Entwicklungszusammenarbeit unserer Kirche eine andere Form globaler Sensibilität und globalen Zusammenwirkens", führte der Landesbischof aus.

Mit Visa-Problemen für die Teilnehmenden aus den LWB-Mitgliedskirchen weltweit rechne er nicht. Es fänden Gespräche "auf höchster Ebene" in Berlin statt. Es sei der Landeskirche versichert worden, dass alle Delegierten der Vollversammlung "herzlich willkommene Gäste" in Deutschland seien. Bei der letzten Vollversammlung 2003 in Winnipeg (Kanada) war durch die kanadischen Behörden rund 50 Teilnehmenden das Visum zur Einreise verweigert worden.

Besonders intensiv werde derzeit am Besuchsprogramm im Vorfeld der Vollversammlung gearbeitet. Ziel sei dabei, den Teilnehmenden den Besuch der wichtigsten Lutherstätten in Deutschland zu ermöglichen. Unterstützt würden diese Bemühungen durch das Deutsche Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB).

Kirchenrat Klaus Rieth, Referent für Mission, Ökumene und Entwicklungsarbeit der württembergischen Landeskirche, unterstrich, man werde die Teilnehmenden in Stuttgart "wie gute Freunde und Freundinnen" empfangen. Über den Fortgang der Vorbereitungen werde in Kürze eine eigene Webseite informieren. Stuttgart sei auch Sitz grosser Konzerne. Deshalb werde es während der Vollversammlung Gelegenheit geben, mit VertreterInnen dieser Unternehmen zu sprechen.

Die Landeskirche pflege auch gute Kontakte zur römisch-katholischen Diözese Rottenburg-Stuttgart und wolle dies während des Treffens deutlich machen. Ebenso bestünden zu den Kirchen der MethodistInnen, BaptistInnen und Brüder-Unität "gute Verbindungen und ein vertrauensvolles Miteinander". Die Vollversammlung soll nach Rieths Worten "nicht isoliert und abgeschottet" durchgeführt werden. Deshalb seien an einem Tag auch VertreterInnen der rund 1.500 Kirchengemeinden nach Stuttgart eingeladen. Zudem sei das in Stuttgart ansässige kirchliche Hilfswerk "Brot für die Welt" gebeten worden, bei der Vollversammlung seine Aktivitäten zu präsentieren. (396 Wörter)

* * *

An der Europäischen KirchenleiterInnenkonsultation des Lutherischen Weltbundes (LWB) vom 11. bis 16. September in Greifswald (Deutschland) nehmen mehr als 90 kirchliche Leitungspersönlichkeiten teil. Die Tagung steht unter dem Thema "Wachsen, leiten und gestalten" und wird vom Europareferat der LWB-Abteilung für Mission und Entwicklung (AME) gemeinsam mit der gastgebenden Kirche - der Pommerschen Evangelischen Kirche (PEK) - organisiert. Die PEK hat rund 101.000 Mitglieder und gehört seit 1956 zum LWB.


Sollten Sie diesen Artikel weiter bearbeiten oder einem bestimmten Format anpassen wollen, beachten Sie bitte folgende Hinweise zur Bearbeitung.

 

Kontakt zur LWI-Redaktion