Lutherischer Weltbund

Lutherische Welt-Information

01.07.2008
Rat unterstützt Vorschlag zu neuem LWB-Onlineangebot
 

Kommunikationsausschuss würdigt LWI-Pilotprojekt

Arusha (Tansania)/Genf, 1. Juli 2008 (LWI)
– Der Rat des Lutherischen Weltbundes (LWB) hat auf seiner Tagung in Arusha (Tansania) eine Empfehlung angenommen, wonach im Jahr 2009 ausreichende Mittel für das Onlineangebot des LWB zur Verfügung gestellt werden sollen.

Der Programmausschuss für Kommunikationsdienste legte dem Rat diese Empfehlung vor dem Hintergrund des Berichts eines Runden Tisches zum Thema „Communio Portal“ vor, der im Mai 2008 unter Beteiligung von über 45 VertreterInnen aus Mitgliedskirchen und Partnerorganisationen in Genf stattgefunden hatte. Die Teilnehmenden des Runden Tisches waren zu dem Ergebnis gelangt, dass für die Vorbereitung der Elften LWB-Vollversammlung 2010 in Stuttgart (Deutschland) dringend eine neue Webseite benötigt werde.

Der Rat autorisierte im Blick auf die Arbeit des LWB-Erneuerungsausschusses die Fortsetzung der Entwicklung eines Onlineforums für die Kirchengemeinschaft.

Weiterhin empfahl der Rat eine engere Zusammenarbeit des Büros für Kommunikationsdienste (BKD) und der Abteilung für Weltdienst (AWD) mit den KorrespondentInnen von Ökumenische Nachrichten International (Ecumenical News International - ENI) in den Regionen. Der LWB gehört zu den Gründungsmitgliedern des weltweiten ökumenischen Pressedienstes, der seit 1994 besteht und in Genf angesiedelt ist.

Eine Empfehlung zur Einrichtung einer Arbeitsgruppe, die die Zuwendung von Mitteln für den LWB-Prioritätsbereich 4 (Kommunikation) evaluieren soll, wurde an das Exekutivkomitee weitergeleitet, das bei seiner nächsten Tagung darüber entscheiden soll.

Der Programmausschuss für Kommunikationsdienste diskutierte in seiner Sitzung in Arusha den weiteren Einsatz der „Leitlinien für eine umfassende Kommunikation im LWB“ und insbesondere deren Überarbeitung. Rückmeldungen hierzu waren 2008 vom Kommunikationsausschuss Lutherischer Minderheitskirchen in Europa (KALME) und vom Lutherischen Kommunikations- und Informationsnetzwerk in Afrika (Africa Lutheran Communication and Information Network, ALCINET) eingegangen. Die Region Asien soll sich im Rahmen eines Workshops im November dieses Jahres mit dem Kommunikationsdokument befassen. Der Ausschuss nahm zur Kenntnis, dass die Regionen Nordamerika sowie Lateinamerika und Karibik dazu ermutigt werden sollten, ebenfalls zu dem Dokument Stellung zu nehmen. Allerdings wurde angemerkt, dass die Region Lateinamerika und Karibik nicht mehr über ein aktives kontinentales lutherisches Kommunikationsnetzwerk verfüge.

Der Programmausschuss würdigte die Verwirklichung eines LWI-Pilotprojekts für die Region Afrika in Zusammenarbeit mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania. Die Ausschussmitglieder ermutigten die übrigen Regionen und Mitgliedskirchen, über ähnliche Partnerschaften nachzudenken. (359 Wörter)

* * *

An der Ratstagung des Lutherischen Weltbundes (LWB) in Arusha (Tansania) nahmen knapp 80 VertreterInnen von LWB-Mitgliedskirchen und Partnerorganisationen teil. Darüber hinaus waren rund 95 weitere Teilnehmende registriert, darunter DolmetscherInnen, Gäste, Mitarbeitende des LWB, PressevertreterInnen und Stewards. Der 49-köpfige LWB-Rat führt zwischen den in der Regel alle sechs Jahre stattfindenden Vollversammlungen die Geschäfte des Weltbundes. Er tagt alle 12 bis 18 Monate. Der aktuelle Rat wurde während der Zehnten LWB-Vollversammlung im Juli 2003 im kanadischen Winnipeg gewählt. Der Rat besteht aus dem Präsidenten, dem Schatzmeister sowie Geistlichen und Laien, die ihre Regionen repräsentieren.

Die gastgebende Evangelisch-Lutherische Kirche in Tansania (ELKT) ist die zweitgrösste lutherische Kirche in Afrika. Zu den 20 Diözesen der ELKT gehören rund 4,6 Millionen Mitglieder. Die viertgrösste lutherische Kirche weltweit gehört seit 1964 zum LWB. Leitender Bischof der Kirche ist Alex G. Malasusa.

 

Sollten Sie diesen Artikel weiter bearbeiten oder einem bestimmten Format anpassen wollen, beachten Sie bitte folgende Hinweise zur Bearbeitung.

 

Kontakt zur LWI-Redaktion