Lutherischer Weltbund

Lutherische Welt-Information

26.03.2007
Stärkere Einbeziehung von Frauen und jungen Menschen gefordert
 

LWB-Ratstagung in Lund (Schweden)
20. bis 27. März 2007

PRESSEMITTEILUNG NR: 23

Stärkere Einbeziehung von Frauen und jungen Menschen gefordert

LWB-Referat „Jugend in Kirche und Gesellschaft“ wird umbenannt in „LWB-Jugend“

Lund (Schweden)/Genf, 26. März 2007 (LWI)
– Für eine stärkere Beteiligung von jungen Menschen und Frauen im Lutherischen Weltbund (LWB) haben sich die Mitglieder des LWB-Rates auf ihrer Tagung in Lund (Schweden) ausgesprochen. Nach einem am Montag, 26. März, verabschiedeten Beschluss soll besonderes Augenmerk auf die volle Beteiligung der Jugend im Rahmen des Strategischen Plans des LWB gelegt werden.

Im Blick auf Genderfragen beschloss der LWB-Rat, dass vor allem die Bedeutung von inklusiver Gemeinschaft herausgearbeitet werden müsse, entsprechend der LWB-Richtlinien.

Weiterhin entschieden die Ratsmitglieder, den Namen des Jugendreferats der LWB-Abteilung für Mission und Entwicklung (AME) abzuändern. Aus dem Referat „Jugend in Kirche und Gesellschaft“ (JKG) wird demnach „LWB-Jugend“. Hinzu kommt, dass das LWB-Jugendreferat stärkeres Gewicht auf seine anwaltschaftliche Rolle legen soll.

Die Teilnehmenden des Jugendworkshops vor der Ratstagung, der vom 16. bis 19. März im schwedischen Höör stattfand, präsentierten den Ratsmitgliedern eine Botschaft ihrer Tagung. Darin befassten sich die Teilnehmenden unter anderem mit der lutherischen Identität. Diese habe eine Mission, das Christentum und die ökumenische Bewegung zu stärken, heisst es in der Botschaft.

Im Bericht des Programmausschusses für Mission und Entwicklung wird auch Bezug genommen auf die Botschaft eines Treffens lutherischer Bischöfinnen und Kirchenpräsidentinnen im Vorfeld der Ratstagung in Lund. Die Kirchenleiterinnen bekräftigten ihre Botschaft von 2005, dass sie zu regelmässigen Treffen zusammenkommen wollen.

Daneben forderten sie, dass in interkonfessionellen und innerlutherischen Dialoggesprächen sowie im Blick auf alle Programme eine Beteiligung von 40 Prozent Frauen gewährleistet werden müsse. Sie äusserten weiterhin den Wunsch, dass sich alle LWB-Mitgliedskirchen für die Ordination von Frauen aussprechen. (270 Wörter)

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An der LWB-Ratstagung in Lund (Schweden), die eine KirchenleiterInnenkonsultation sowie die Feierlichkeiten aus Anlass des 60-jährigen Bestehens des Lutherischen Weltbundes einschliesst, nehmen rund 500 VertreterInnen der LWB-Mitgliedskirchen und Partnerorganisationen teil, unter ihnen mehr als 100 lutherische KirchenleiterInnen. Zu den Teilnehmenden gehören auch DolmetscherInnen, Gäste, Mitarbeitende des LWB, PressevertreterInnen und Stewards. Der 49-köpfige LWB-Rat führt zwischen den in der Regel alle sechs Jahre stattfindenden Vollversammlungen die Geschäfte des Weltbundes. Der aktuelle Rat wurde während der Zehnten LWB-Vollversammlung im Juli 2003 im kanadischen Winnipeg gewählt. Der Rat besteht aus dem Präsidenten, dem Schatzmeister sowie Geistlichen und Laien, die ihre Regionen repräsentieren.

 

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