|
LWB-Ratstagung in Lund (Schweden)
20. bis 27. März 2007
PRESSEMITTEILUNG NR: 22
LutheranerInnen bezeichnen Armut in der Welt als Skandal
Anerkennung für namibische Kirchen-Initiative zur Einführung eines Grundeinkommens
Lund (Schweden)/Genf, 26. März 2007 (LWI) – Die Ratsmitglieder des Lutherischen Weltbunds (LWB) haben es als Skandal und himmelschreiendes Unrecht bezeichnet, dass es in einer Welt des Überflusses weiterhin Armut, insbesondere extreme Armut, gebe. In einer am Montag, 26. März, im schwedischen Lund verabschiedeten Erklärung wird betont, dass es die erste und grundlegende Verantwortung von Regierungen sein müsse, die Grundbedürfnisse ihrer BürgerInnen und aller Menschen unter ihrer Obhut zu befriedigen und deren gottgegebene menschliche Würde zu schützen.
Die LWB-Mitgliedskirchen in Afrika und deren Partner in der Welt wurden ausserdem dazu aufgerufen, den Aktionsplan, der bei der LWB-Konsultation über „Armut und die Mission der Kirche in Afrika“ Anfang September 2006 in Arusha im Norden Tansanias verabschiedet worden ist, umzusetzen. Verwiesen wurde in diesem Zusammenhang auf das neue Programm der LWB-Abteilung für Theologie und Studien (ATS), das Kirchen und die Zivilgesellschaft dazu ermuntern soll, Verantwortung bei den Regierungen für ihre fundamentale Verantwortung einzufordern.
Anerkennung hat der LWB-Rat der Initiative der Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Republik Namibia (ELKRN) gezollt, in Namibia ein Grundeinkommen (BIG, „Basic Income Grant“) einzuführen. Mögliche Synergien zwischen der Arbeit der ELKRN und dem vom LWB unterstützten Programm zu illegitimer Verschuldung sowie der globalen Handelskampagne des Globalen Ökumenischen Aktionsbündnisses (EAA) gelte es zu nutzen, hiess es. Weiterhin wurde eine stärkere Kooperation zwischen den Initiativen angeregt. (230 Wörter)
* * *
An der LWB-Ratstagung in Lund (Schweden), die eine KirchenleiterInnenkonsultation sowie die Feierlichkeiten aus Anlass des 60-jährigen Bestehens des Lutherischen Weltbundes einschliesst, nehmen rund 500 VertreterInnen der LWB-Mitgliedskirchen und Partnerorganisationen teil, unter ihnen mehr als 100 lutherische KirchenleiterInnen. Zu den Teilnehmenden gehören auch DolmetscherInnen, Gäste, Mitarbeitende des LWB, PressevertreterInnen und Stewards. Der 49-köpfige LWB-Rat führt zwischen den in der Regel alle sechs Jahre stattfindenden Vollversammlungen die Geschäfte des Weltbundes. Der aktuelle Rat wurde während der Zehnten LWB-Vollversammlung im Juli 2003 im kanadischen Winnipeg gewählt. Der Rat besteht aus dem Präsidenten, dem Schatzmeister sowie Geistlichen und Laien, die ihre Regionen repräsentieren.
|