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LWB-Ratstagung in Lund (Schweden)
20. bis 27. März 2007
PRESSEMITTEILUNG NR: 07
LWB-Schatzmeister ruft Mitgliedskirchen zur Zahlung der fairen Mitgliedsbeiträge auf
Unterstützung der Mitgliedskirchen und Partnerorganisationen für Leben und Arbeit der Gemeinschaft von entscheidender Bedeutung
Lund (Schweden)/Genf, 23. März 2007 (LWI) – Zur Zahlung ihrer fairen Mitgliedsbeiträge hat der Schatzmeister des Lutherischen Weltbundes (LWB), Peter Stoll, die Mitgliedskirchen aufgerufen. In seinem Bericht an die KirchenleiterInnenkonferenz und LWB-Ratstagung im schwedischen Lund erklärte Stoll am Donnerstag, 22. März, dass immer noch rund 50 Mitgliedskirchen überhaupt keinen Mitgliedsbeitrag zahlten. Hinzu komme, dass einige Kirchen nur einen kleinen Teil des für sie als fair betrachteten Beitrags zahlen. Wenn alle Mitgliedskirchen den vollständigen angemessenen Beitrag zahlen würden, würde der LWB über 530.000 US-Dollar (USD) zusätzliche Einnahmen verfügen, so Stoll. Dies würde den Genfer Koordinierungshaushalt in grossem Masse stabilisieren.
Stoll brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass die in Lund anwesenden KirchenleiterInnen sich „gegenseitig zur Zahlung der vollen Mitgliedsbeiträge ermutigen werden“. In seinem Bericht mit dem Titel „Gemeinschaft leben – die Gemeinschaft durch mehr finanzielle Solidarität stärken“ berichtete Stoll, dass der LWB 1999 das Konzept fairer Mitgliedsbeiträge eingeführt habe. Seit 2005 belaufe sich die Gesamtsumme der zu zahlenden Beiträge auf 3,5 Millionen USD. Die eingegangenen Mitgliedsbeiträge seien kontinuierlich angestiegen.
Laut Stoll ist die Unterstützung der Mitgliedskirchen und Partnerorganisationen für Leben und Arbeit der Gemeinschaft und des Sekretariats von entscheidender Bedeutung. „Wir zählen darauf, dass die Mitgliedskirchen und Partnerorganisationen sich in immer stärkerem Masse mit der Arbeit des LWB identifizieren und sich dafür verantwortlich fühlen, damit die im neuen Strategieplan festgelegten gemeinsamen Ziele erreicht werden können“, betonte er.
Die von den Mitgliedskirchen und Partnerorganisationen bereitgestellten finanziellen Mittel gehen nach dem Bericht des LWB-Schatzmeisters an den Genfer Koordinierungshaushalt (A-Haushalt) und den Programm-/Projekthaushalt (B-Haushalt) des LWB. Circa 80 Prozent des A-Haushaltes würden für Gehälter und andere Personalkosten in Genf aufgewendet und zwar auch für MitarbeiterInnen, die Programm- und Projektarbeit leisten. Daher decke der A-Haushalt nicht nur Verwaltungskosten ab. In den letzten Jahren habe der Anteil der Ausgaben des A-Haushalts bei circa zehn bis zwölf Prozent der Gesamtausgaben gelegen.
Seit 1989 habe es drastische Kürzungen gegeben, die sich in direkter Weise im Personalabbau widerspiegelten, so Stoll. Da ein Grossteil der Arbeit des Genfer LWB-Sekretariats faktisch programmbezogen sei, hätten diese Kürzungen auch direkte Auswirkungen auf Programme und Projekte des LWB. Er begrüsse es, dass ein Strategieplan entworfen wurde, der dem Rat nun zur Diskussion vorliege. Der nächste Schritt bestehe nun darin, die Implikationen des Strategieplans in die Praxis umzusetzen. „Wir müssen auch das Genfer Sekretariat an die neuen Erfordernisse anpassen“, betonte der Schatzmeister.
Mit Blick auf die bislang gültige Regel, dass der LWB in den Ländern der Mitgliedskirchen nicht direkt Mittel einwerben könne, da die Kirchen und ihre Werke sowie Einrichtungen dies im Namen des LWB täten, bemerkte Stoll, dass die Frage erlaubt sein müsse, in welchem Ausmass dieser Verpflichtungen gegenüber der lutherischen Gemeinschaft tatsächlich nachkommen werde. Manchmal scheine es, „als ob der LWB im Bewusstsein der Mitgliedskirchen und ihrer Gemeinden stärker präsent sein sollte“, so der Schatzmeister.
Den LWB-Stiftungsfonds bezeichnete Stoll als ein „gutes Beispiel für das Engagement der Mitgliedskirchen und für gelungene Mittelbeschaffung“. Das Stiftungskapital, dessen jährlicher Nettokapitalertrag zur Stabilisierung des Genfer Koordinierungshaushalts eingesetzt werde, habe im Oktober letzten Jahres sein erstes angestrebtes Ziel – ein Fondsvermögen von zehn Millionen Schweizer Franken (CHF) – erreicht. Das nächste Ziel bestehe nun darin, das Vermögen bis zum Jahr 2017 auf 20 Millionen CHF aufzustocken. Es sei die Aufgabe aller Mitgliedskirchen, einen angemessenen Anteil zum Stiftungsfonds zu leisten.
Mit Blick auf den Finanzbericht für das Jahr 2006 berichtete Stoll, dass die Jahresrechnung erst abgeschlossen und im Mai geprüft werden müsse. Es zeichne sich jedoch ab, dass der Genfer Koordinierungshaushalt 2006 dank der realisierten Wechselkursgewinne einen Überschuss verzeichnen konnte. Dieser Überschuss sei benötigt worden, um das Defizit des Jahres 2005 auszugleichen. (Der http://www.lutheranworld.org/Auf_einen_Blick/LWB-Publikationen.html LWB-Jahresbericht 2005 sowie http://www.lutheranworld.org/News/LWI/DE/2016.DE.html LWI haben über die Jahresrechnung 2005 berichtet)
Abschliessend bemerkte Stoll, dass der LWB ohne zusätzliche Einnahmen und/oder Einsparungen ein strukturelles Defizit haben werde, das von 492.000 CHF im Jahr 2007 auf 1,25 Millionen CHF im Jahr 2011 ansteigen werde. Es müssten daher unverzüglich Massnahmen ergriffen werden, um in Zukunft ein Haushaltsgleichgewicht erreichen zu können. (672 Wörter)
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An der LWB-Ratstagung in Lund (Schweden), die eine KirchenleiterInnenkonsultation sowie die Feierlichkeiten aus Anlass des 60-jährigen Bestehens des Lutherischen Weltbundes einschliesst, nehmen rund 500 VertreterInnen der LWB-Mitgliedskirchen und Partnerorganisationen teil, unter ihnen mehr als 100 lutherische KirchenleiterInnen. Zu den Teilnehmenden gehören auch DolmetscherInnen, Gäste, Mitarbeitende des LWB, PressevertreterInnen und Stewards. Der 49-köpfige LWB-Rat führt zwischen den in der Regel alle sechs Jahre stattfindenden Vollversammlungen die Geschäfte des Weltbundes. Der aktuelle Rat wurde während der Zehnten LWB-Vollversammlung im Juli 2003 im kanadischen Winnipeg gewählt. Der Rat besteht aus dem Präsidenten, dem Schatzmeister sowie Geistlichen und Laien, die ihre Regionen repräsentieren.
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