28.08.2003
LWB-Generalsekretär Noko gratuliert Samuel Kobia zur Wahl zum neuen ÖRK-Generalsekretär
Ishmael Noko unterstreicht Kobias Kompetenz in den Bereichen Frieden und Versöhnung
Genf, 28. August 2003 (LWI) - Der Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes (LWB), Pfr. Dr. Ishmael Noko, hat Pfr. Dr. Samuel Kobia zu seiner Wahl zum Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) gratuliert. Der Zentralausschuss des ÖRK hat Kobia am Donnerstag, 28. August, zum Nachfolger von Pfr. Dr. Konrad Raiser gewählt, der seit 1993 Generalsekretär des ÖRK ist und Ende des Jahres in den Ruhestand tritt.
Kobia werde in seinem neuen Amt auf seine langjährige Erfahrung sowohl in seiner Kirche, der Methodistischen Kirche von Kenia, als auch im internationalen Bereich, insbesondere im Rahmen des ÖRK, zurückgreifen können, betonte LWB-Generalsekretär Noko nach Bekanntwerden des Wahlergebnisses am Donnerstag.
In seiner Stellungnahme unterstrich Noko Kobias "herausragende Kompetenz in den Bereichen Frieden und Versöhnung" als auch dessen "ausgeprägtes Bewusstsein für die Dimensionen des kirchlichen Lebens in der südlichen Hemisphäre inmitten der grossen Vielfalt der weltweiten Kirche". Kobia bringe weiterhin ein umfassendes Wissen über Wesen und Herausforderungen des ÖRK als Organisation mit, betonte Noko. Seine Bescheidenheit und Fähigkeit, anderen Menschen aufmerksam zuzuhören, seien weithin geschätzte Qualitäten.
"Der LWB sieht den ÖRK als die weltweite Institution, wo die Kirchen der Welt auf der Grundlage eines gemeinsamen Glaubens an den Dreieinigen Gott im Dienst für die christliche Einheit und das Wohl der Menschheit miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten können", so Noko.
LWB-Generalsekretär Noko erklärte weiterhin, dass zwischen beiden Kirchenorganisationen mit Sitz im Ökumenischen Zentrum in Genf eine enge Beziehung bestehe. So arbeiteten LWB und ÖRK intensiv im Bereich der Katastrophenhilfe durch das kirchliche Netzwerk ACT International (Action by Churches Together/Kirchen helfen gemeinsam) als auch der Kommunikation im Rahmen der ökumenischen Nachrichtenagentur ENI (Ecumenical News International) sowie in verschiedenen fortlaufenden Programmen zusammen.
"Ich bin zuversichtlich, dass diese Beziehungen in den kommenden Jahren weiterhin substanziell wachsen werden", erklärte Noko. "Ich bin davon überzeugt, dass wir uns beide zu einer engen Zusammenarbeit verpflichtet fühlen, um so gemeinsame Ziele unserer Organisationen zu erreichen."
"Möge Gott ihn mit viel Energie und den Gaben der Urteilskraft und Grosszügigkeit segnen im Rahmen seiner sehr wichtigen Berufung in der weltweiten ökumenischen Bewegung", so Noko abschliessend.
Kobia, ordinierter Pfarrer der Methodistischen Kirche von Kenia, ist gegenwärtig Direktor und Sonderbeauftragter des ÖRK für Afrika. Er setzte sich gegen Pfr. Dr. Trond Bakkevig, Pfarrer der Norwegischen Kirche, durch. Bakkevig ist gegenwärtig Mitglied des Zentralausschusses des ÖRK und Vorsitzender des Ausschusses für öffentliche Angelegenheiten.
Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) ist eine Gemeinschaft von 341 Kirchen in über 100 Ländern auf allen Kontinenten und aus praktisch allen christlichen Traditionen. Die römisch-katholische Kirche ist keine Mitgliedskirche, arbeitet aber mit dem ÖRK zusammen. Der ÖRK wurde 1948 in Amsterdam (Niederlande) offiziell gegründet. (450 Wörter)
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