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Der Angriff auf den Irak verletzt internationales Recht und spaltet die Weltgemeinschaft
San Salvador (El Salvador)/Genf, 9. April 2003 (LWI) - Der Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes (LWB), Pfr. Dr. Ishmael Noko, hat vor JournalistInnen in San Salvador (El Salvador) seine Ablehnung des Krieges gegen den Irak erneuert. Der Angriff auf den Irak unter US-amerikanischer und britischer Führung sei ungerechtfertigt, weil die InspektorInnen der Vereinten Nationen ihre Arbeit effizient hätten erfüllen können. Die USA und Grossbritannien hätten den InspektorInnen jedoch die Möglichkeit entzogen, ihre Arbeit, den Irak im Rahmen der UN-Resolutionen zu entwaffnen, fortzusetzen.
Der LWB-Generalsekretär erklärte: „Der Angriff auf den Irak verletzt internationales Recht und hat die Weltgemeinschaft gespalten.“ Der Krieg habe auch zu Spannungen zwischen Regierungen und deren BürgerInnen geführt, was in den Massenprotesten gegen den Krieg in vielen Städten weltweit zum Ausdruck komme, betonte Noko, der gegenwärtig an der Vorbereitenden Konsultation zur LWB-Vollversammlung für die Region Lateinamerika und die Karibik vom 6. bis 9. April in San Salvador teilnimmt.
Die Konsultation mit rund 50 VertreterInnen lutherischer Kirchen aus Lateinamerika und der Karibik, darunter 30 der insgesamt 33 Vollversammlungsdelegierten der Region, dient der Vorbereitung auf die Zehnte LWB-Vollversammlung, die vom 21. bis 31. Juli 2003 im kanadischen Winnipeg stattfinden wird.
LWB-Generalsekretär Noko erklärte, dass die USA und Grossbritannien den Krieg gewinnen würden, nicht aber den Frieden. Der zu bezahlende Preis werde sehr hoch sein, sowohl finanziell wie auch in Bezug auf Menschenleben. „Ausserdem wird dieser Angriff die antiamerikanischen Gefühle in der Welt verstärken und zu Spannungen zwischen den christlichen und muslimischen Gemeinschaften führen“, so Noko.
Der Bürgermeister von San Salvador, Carlos Rivas Zamora, begrüsste LWB-Generalsekretär Noko als „ausserordentlichen Gast“ und überreichte ihm am Montag, 7. April, die Schlüssel der Stadt Quezaltepeque im Departement La Libertad.
Die Vorbereitende Konsultation zur Vollversammlung in San Salvador bildet den Abschluss einer Reihe von regionalen Vorbereitungstagungen im Vorfeld der Zehnten LWB-Vollversammlung, die sich aus der Perspektive der verschiedenen Regionen mit Thema und Inhalt der Vollversammlung beschäftigen. Den Anfang machte die Konsultation für Nordamerika, die vom 23. bis 26. Januar in Denver (Colorado/USA) stattfand, gefolgt von Europa, 23. bis 26. Februar in Wien (Österreich), Asien, 2. bis 6. März in Medan (Indonesien) und Afrika, 23. bis 26. März in Nairobi( Kenia). Die Vorbereitende Konsultation der Frauen zur Vollversammlung fand vom 14. bis 19. November 2002 in Montreux (Schweiz) statt. Den Abschluss der vorbereitenden Konferenzen bildet im Juli 2003 eine globale Jugendkonferenz in Guelph in der Nähe von Toronto (Kanada).
In Winnipeg werden zur Zehnten Vollversammlung im Juli 2003 etwa 1.000 TeilnehmerInnen erwartet, einschliesslich der 436 Delegierten aus den 136 LWB-Mitgliedskirchen. Die Vollversammlung ist das oberste Entscheidungsgremium des LWB und tritt in der Regel alle sechs Jahre zusammen. (448 Wörter)
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