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Eröffnungsgottesdienst zur Vorbereitenden Konsultation zur LWB-Vollversammlung der Region Lateinamerika und Karibik in El Salvador
San Salvador (El Salvador)/Genf, 8. April 2003 (LWI) – „Wir leben in einer Welt, in der die Vorzeichen des Todes wie Krieg, Gewalt, Korruption und Ausgrenzung ständig präsent sind. Aber keines dieser Phänomene ist Gottes Wille“, erklärte Kirchenpräsident Pfr. Ángel Furlán von der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche (IELU) in Argentinien während des Eröffnungsgottesdienstes der Vorbereitenden Konsultation zur Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB) in Lateinamerika und der Karibik vom 6. bis 9. April in El Salvador (San Salvador).
„Gott ist der Gott des Lebens und der endlosen Liebe, und der Wille [Gottes] für die Menschheit ist Leben und nicht Leiden“ so Furlán, der am Samstag, 5. April, im Amt als Vorsitzender der Konferenz der Bischöfe und KirchenpräsidentInnen (COP) der LWB-Mitgliedskirchen in Lateinamerika und der Karibik bestätigt wurde.
„Die Übel, welche die Menschheit heimsuchen, sind nicht gottgewollt“ erklärte Furlán. „Sie sind die Folge menschlicher Verfehlungen gegen sein Gebot. Tod, Gewalt, Krieg, die Ausbeutung der Schwachen, Korruption, Hunger und Elend sind nicht Gottes Wille. Diese Übel sind Ausdrucksformen des Anti-Gottes, des Anti-Christen“, so der Kirchenpräsident im Eröffnungsgottesdienst der Konsultation, an der 51 VertreterInnen lateinamerikanischer und karibischer LWB-Mitgliedskirchen, darunter 31 der 33 Vollversammlungsdelegierten aus der Region, teilnehmen. Die Zehnte LWB-Vollversammlung findet vom 21. bis 31. Juli 2003 im kanadischen Winnipeg statt und steht unter dem Thema „Zur Heilung der Welt“.
Ángel Furlán rief den KirchenvertreterInnen ins Gedächtnis, dass „der Gekreuzigte die Macht des Todes überwunden hat und den Leidenden, Einsamen [und] Verzweifelten beisteht. Ausgangspunkt für das Leben und die Auferstehung aller Menschen ist das Kreuz“.
„Dies ist der Glaube, der uns für unseren Kampf Kraft verleiht“, so Furlán. Der Kampf der ChristInnen weltweit werde weitergehen, auch wenn es zu Zeiten den Anschein habe, „als obsiegten die Mächte des Todes“. ChristInnen wüssten, „dass das Böse nicht siegen wird“.
Der argentinische Kirchenpräsident unterstrich den Aufruf der Kirchen, Jesus Christus zu folgen und sich zu fragen, wo und an wessen Seite er in diesen Zeiten stehe. „Jesus ist bei den Marginalisierten, den Vertriebenen, den Armen, den aus der Gesellschaft Ausgegrenzten“, betonte er. Und an deren Seite müsste auch die heutige Kirche stehen, um „die herrschende Un-Ordnung umzukehren. Wir sind aufgerufen zu demonstrieren, dass eine andere Welt tatsächlich möglich ist“ - entsprechend dem Motto des Weltsozialforums im Januar 2003 in Porto Alegre (Brasilien).
Während des Gottesdienstes in der lutherischen Kirche „La Resurrección“ in San Salvador erklärte Bischof Medardo Gomez von der gastgebenden Salvadorianischen Lutherischen Synode, es sei ein grosses Privileg für seine Kirche, dass die Vorbereitende Konsultation in San Salvador stattfinde. Jeder/jedem ausländischen TeilnehmerIn überreichte er ein Holzkreuz als „Symbol für die Heilung unserer Nationen und der Welt“.
Die Vorbereitende Konsultation in San Salvador bildet den Abschluss einer Reihe von regionalen Vorbereitungstagungen im Vorfeld der Zehnten LWB-Vollversammlung, die sich aus der Perspektive der verschiedenen Regionen mit Thema und Inhalt der Vollversammlung beschäftigen. Den Anfang machte die Konsultation für Nordamerika, die vom 23. bis 26. Januar in Denver (Colorado/USA) stattfand, gefolgt von Europa, 23. bis 26. Februar in Wien (Österreich), Asien, 2. bis 6. März in Medan (Indonesien) und Afrika, 23. bis 26. März in Nairobi( Kenia). Die Vorbereitende Konsultation der Frauen zur Vollversammlung fand vom 14. bis 19. November 2002 in Montreux (Schweiz) statt. Den Abschluss der vorbereitenden Konferenzen bildet im Juli 2003 eine globale Jugendkonferenz in Guelph in der Nähe von Toronto (Kanada).
In Winnipeg werden zur Zehnten Vollversammlung im Juli 2003 etwa 1.000 TeilnehmerInnen erwartet, einschliesslich der 436 Delegierten aus den 136 LWB-Mitgliedskirchen. Die Vollversammlung ist das oberste Entscheidungsgremium des LWB und tritt in der Regel alle sechs Jahre zusammen (610 Wörter)
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