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Im Mittelpunkt stehen wirtschaftliche Globalisierung und der Heilungsdienst der Kirche
Genf, 3. April 2003 (LWI) - Fragen der wirtschaftlichen Globalisierung und der Heilungsdienst der Kirche insbesondere im Blick auf die HIV/AIDS-Pandemie werden im Mittelpunkt der Vorbereitenden Konsultation zur Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB) stehen, die vom 6. bis 9. April in San Salvador (El Salvador) stattfindet. 51 TeilnehmerInnen darunter 31 der insgesamt 33 Vollversammlungsdelegierten aus Lateinamerika und der Karibik werden an der Konsultation teilnehmen, um sich auf die Zehnte Vollversammlung des LWB vom 21. bis 31. Juli 2003 im kanadischen Winnipeg vorzubereiten. Die LWB-Vollversammlung steht unter dem Thema „Zur Heilung der Welt“.
Kirchenpräsident Pfr. Dr. Walter Altmann von der Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (IECLB) wird in einem Grundsatzreferat in das Vollversammlungsthema einführen. Auf die spezifische Situation der gastgebenden Kirche – der Salvadorianischen Lutherischen Synode – und der Region wird Dr. Angel Ibarra von der ökologischen Vereinigung Unión Nacional Ecológica Salvadoreña (UNES) in einer Darstellung gesellschaftlicher und kirchlicher Trends und Perspektiven in El Salvador und Zentralamerika näher eingehen.
„Die lutherischen Kirchen in Lateinamerika und der Karibik sind aufgrund ihres starken ökumenischen Engagements in der Region hervorragend auf das Thema ‚wirtschaftliche Globalisierung‘ vorbereitet“, betont Pfr. Martin Junge vom Referat „Lateinamerika und die Karibik“ der LWB-Abteilung für Mission und Entwicklung (AME). „Sie werden“, so Junge, „mit einschlägigen Erfahrungen aus der Region” auf der LWB-Vollversammlung in Winnipeg einen wichtigen inhaltlichen Beitrag leisten.
Der Vorbereitenden Konsultation wird ein Treffen der Konferenz der Bischöfe und KirchenpräsidentInnen der lutherischen Kirchen in Lateinamerika (COP) sowie eine LWB-Frauenkonsultation am Samstag, 5. April, vorausgehen.
Die Vorbereitende Konsultation hat das Ziel, die Vollversammlungsdelegierten sowohl auf die inhaltlichen als auch auf die praktischen Aspekte der Arbeit während der LWB-Vollversammlung vorzubereiten. Schwerpunkte während der Konsultation sind die Vorbereitung der aus der Region stammenden Bibelarbeit sowie die Erarbeitung regionaler Perspektiven für die thematische Arbeit in den zehn sogenannten „Dorfgruppen”, in denen das Vollversammlungsthema in Winnipeg erörtert werden wird.
Die LWB-Region Lateinamerika und die Karibik umfasst 15 Mitgliedskirchen – davon 13 in Lateinamerika und zwei in der Karibik – mit rund 850.000 Mitgliedern. Darüber hinaus gibt es in Lateinamerika neun vom LWB anerkannte Gemeinden. Diese Kirchen haben jeweils einen sehr unterschiedlichen Hintergrund. Einige sind im 18. Jahrhundert von ImmigrantInnen vor allem aus Europa gegründet worden, andere von US-amerikanischen und europäischen MissionarInnen. Einige der Kirchen haben lokale Wurzeln.
Die Vorbereitende Konsultation in San Salvador bildet den Abschluss einer Reihe von regionalen Vorbereitungstagungen. Den Anfang machte die Konsultation für Nordamerika, die vom 23. bis 26. Januar in Denver (Colorado/USA) stattfand, gefolgt von Europa, 23. bis 26. Februar in Wien (Österreich), Asien, 2. bis 6. März in Medan (Indonesien) und Afrika, 23. bis 26. März in Nairobi( Kenia). Die Vorbereitende Konsultation der Frauen zur Vollversammlung fand vom 14. bis 19. November 2002 in Montreux (Schweiz) statt. Den Abschluss der vorbereitenden Konferenzen bildet im Juli 2003 eine globale Jugendkonferenz in Guelph in der Nähe von Toronto (Kanada).
In Winnipeg werden zur Zehnten Vollversammlung im Juli 2003 etwa 1.000 TeilnehmerInnen erwartet, einschliesslich der 436 Delegierten aus den 136 LWB-Mitgliedskirchen. Die Vollversammlung ist das oberste Entscheidungsgremium des LWB und tritt in der Regel alle sechs Jahre zusammen.
Die Salvadorianische Lutherische Synode mit Sitz in San Salvador hat rund 12.000 Mitglieder und gehört seit 1986 zum Lutherischen Weltbund (LWB). Von rund 6,15 Millionen BewohnerInnen El Salvadors gehören rund 92 Prozent zur römisch-katholischen Kirche, acht Prozent sind protestantischen Glaubens. (570 Wörter)
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