|
Vorbereitende Konsultation zur LWB-Vollversammlung in Nordamerika eröffnet
Denver, Colorado (USA)/Genf, 24. Januar 2003 (LWI) – Der US-amerikanische Bischof Mark S. Hanson hat die TeilnehmerInnen der Vorbereitenden Konsultation zur Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB) für die Region Nordamerika dazu aufgerufen, in der Welt als Heilende zu wirken. Dazu wolle sie die Vorbereitende Konsultation befähigen, so der Leitende Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika (ELKA) in seiner Begrüssungsansprache. Das Treffen mit rund 70 Vollversammlungsdelegierten, MitarbeiterInnen und BeraterInnen findet vom 23. bis 26. Januar in Denver, Colorado (USA), statt.
Die Konsultation soll den TeilnehmerInnen der Zehnten LWB-Vollversammlung zum Thema „Zur Heilung der Welt“ vom 21. bis 31. Juli 2003 im kanadischen Winnipeg Gelegenheit geben, zu planen und Neues zu lernen. Insgesamt finden im Vorfeld der Vollversammlung fünf regionale Konsultationen statt.
Zu den nordamerikanischen Delegierten gehören Mitglieder der ELKA und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Kanada (ELKIK) sowie der Litauischen Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Diaspora, der Lettischen Evangelisch-Lutherischen Kirche im Ausland und der Estnischen Evangelisch-Lutherischen Kirche im Ausland (mit Hauptsitz in Deutschland), die alle Gemeinden in Nordamerika haben.
Eine Vollversammlung erlebt zu haben, habe sein Leben verändert, betonte Hanson, seit September 2002 einer der LWB-VizepräsidentInnen. Er ermutigte die Jugenddelegierten, zur Vollversammlung zu fahren und dort eine Führungsrolle zu übernehmen. Darüber hinaus dankte er im Namen der nordamerikanischen lutherischen Kirchen der ELKIK und ihrem Nationalbischof Raymond L. Schultz für die Gastfreundschaft und die Bereitschaft, GastgeberInnen für die Vollversammlung zu sein.
Mindestens zwei Drittel der Delegierten würden zum ersten Mal an einer LWB-Vollversammlung teilnehmen, so Pfr. Dr. Péri Rasolondraibe, Direktor der LWB-Abteilung für Mission und Entwicklung (AME). Er erinnerte die Delegierten daran, dass die Vollversammlung das höchste Entscheidungsgremium des LWB sei und nicht ausschliesslich aus Geschäftssitzungen mit Wahlen sowie Beratungen über Beschlüsse und Grundsatzentscheidungen bestehe. Es sei auch Zweck einer Vollversammlung, die lutherische Gemeinschaft zu feiern.
Für die Frauenvertreterinnen und die nordamerikanischen JugendvertreterInnen bei der Vollversammlung hätten bereits Konsultationen stattgefunden, bei denen wichtige Fragen diskutiert worden seien, berichtete der AME-Direktor. Die Konsultation für die Frauen fand im vergangenen November in Montreux (Schweiz) statt, die nordamerikanischen JugendvertreterInnen kamen in dieser Woche zu einem Vorbereitungstreffen in Denver zusammen.
Bei der nordamerikanischen Vorbereitungskonsultation sollen Berichte dieser Treffen diskutiert werden. Die Delegierten, MitarbeiterInnen und BeraterInnen werden zudem in Dorfgruppen arbeiten, die auch bei der Vollversammlung selbst eine zentrale Rolle spielen. Sie werden sich in diesem Rahmen mit Bibelarbeiten und dem Vollversammlungsthema beschäftigen. Zu den Diskussionsbereichen gehören die Themen: Rechtfertigung; Communio; die Heilung von Trennungen; Mission in multireligiösen Kontexten; die Überwindung von Barrieren, die ausgrenzen; der Dienst der Heilung; Gerechtigkeit und Heilung in Familien; die Überwindung von Gewalt; die Verwandlung der wirtschaftlichen Globalisierung sowie die Heilung der Schöpfung. Aus der Diskussion dieser Themen würden, so Rasolondraibe, Anstösse für die Arbeit bei der Vollversammlung erwachsen. Die Ergebnisse der nordamerikanischen Vorbereitungskonsultation sollen auch an die weiteren Vorbereitenden Konsultationen weitergegeben werden.
Beim Eröffnungsgottesdienst in Denver stellte Pfarrerin Susan Johnson, ELKIK-Delegierte aus Kitchener, Ontario (Kanada), fest, dass die Delegierten nicht in die Ferne schweifen müssten, um sich bewusst zu werden, wie dringend Heilung nötig sei. In ihrer Predigt nannte sie in diesem Zusammenhang die Möglichkeit eines Kriegs mit Irak und Gewalt im eigenen Kontext wie Amokläufe an Schulen, die Angriffe durch Heckenschützen im Gebiet Washington, D. C. (USA), sowie Kindesmisshandlung und Gewalt gegen den/die EhepartnerIn.
Johnson nannte im Zusammenhang mit Heilung auch die Genesung von Krankheiten und wies darauf hin, dass Krankheiten mit katastrophalen Ausmassen nicht auf bestimmte geographische Gebiete beschränkt seien. Die Krankheiten der Welt, so Johnson, wurzelten in grossem Masse in der Armut. Sie rief die nordamerikanischen VertreterInnen auf, in ihrem Umfeld kleine Schritte zu tun und Heilung und Frieden zu fördern, beispielsweise durch Suppenküchen, Spenden für Heilungsprogramme und das unermüdliche Gebet um Frieden in der Welt. (621 Wörter)
|