VerantwortungsträgerInnen aus Religion und Gesellschaft fordern Gesinnungswandel zum Wohle Afrikas
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Afrikanische ReligionsführerInnen eröffnen in Johannesburg (Südafrika) den Zweiten Gipfel der Interreligiösen Initiative für Frieden in Afrika (IFAPA). © LWB/A. Vlachakis |
Zweiter interreligiöser Gipfel engagiert sich für Frieden auf dem Kontinent
Am 21. April wurde in Johannesburg (Südafrika) der Zweite Gipfel der Interreligiösen Initiative für Frieden in Afrika (IFAPA) eröffnet. Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltungen betonten VerantwortungsträgerInnen aus Religion und Gesellschaft, konzertierte Bemühungen seien notwendig, um Konflikte zu vermeiden und von Menschen verursachte Katastrophen abzuwenden.
Das Wohl Afrikas könne nur verwirklicht werden, wenn Konflikte und Instabilität überwunden würden und gegen zukünftige Konflikte und Instabilität vorgebeugt werde, so Pfr. Dr. Ishmael Noko, Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes (LWB) und IFAPA-Initiator, in seiner Eröffnungsansprache beim Gipfel. Der Zweite IFAPA-Gipfel, der vom 21. bis 25. stattfindet, wurde einberufen, um die Aktivitäten der Initiative seit deren Beginn im Oktober 2002 zu überprüfen. Es nehmen über 240 VertreterInnen acht verschiedener Glaubenstraditionen aus ganz Afrika sowie BeobachterInnen aus Europa und Nordamerika teil.
„Wenn wir ein neues Afrika schaffen wollen, brauchen wir eine neue Einstellung zueinander. Als Religionsführer und Religionsführerinnen brauchen wir eine neue Achtung und gegenseitige Annahme füreinander. Und wir müssen im politischen Leben den Wunsch und das Bestreben, Rache zu üben, mildern", betonte Noko. ReligionsführerInnen dürften nicht parteiisch sein.
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Dr. Usman Bugaje, Vorsitzender des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten im nigerianischen Bundesparlament, hielt das Hauptreferat des Zweiten IFAPA-Gipfels in Johannesburg. |
Dr. Usman Bugaje, Vorsitzender des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten im nigerianischen Bundesparlament, stellte zur Diskussion, ob ReligionsführerInnen, die sich an der Schürung von Konflikten mitschuldig machten, dafür öffentlich in die Verantwortung zu nehmen seien.
Bugaje betonte im Hauptreferat des Zweiten IFAPA-Gipfels zum Gipfelthema „Zusammenarbeit für Frieden in Afrika", dass die religiöse Elite ermutigt werden müsse, sich zu öffnen und intensiv über Auslegungen und Haltungen zu diskutieren, insbesondere im Blick auf deren mögliches Konfliktpotenzial innerhalb einer Glaubensgemeinschaft oder in deren Verhältnis zu ihrer Umgebung.
Zwar entwickelten sich viele Konflikte auf der Grundlage der Faktoren Macht, Wohlstand und Religion, so Bugaje. Es sei jedoch wichtig, dass wir „nicht bei der schlichten Frage stehen bleiben, was einen Konflikt verursacht, sondern weitergehen zu der oft wichtigeren Frage, ‚wer‘".
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LWB-Generalsekretär Pfr. Dr. Ishmael Noko (rechts) und Hamadi Ould Meimou (links), der die Botschaft des mauretanischen Präsidenten Maaouya Ould Sid’Ahmed Taya überbrachte. |
In seiner Erklärung zur Unterstützung von IFAPA betonte der mauretanische Präsident Maaouya Ould Sid’Ahmed Taya die herausragende Bedeutung des Dialogs zwischen den FührerInnen der vielfältigen afrikanischen Religionen und Kulturen als wirksame Möglichkeit, Extremismus und Gewalt zu unterbinden.
Hamadi Ould Meimou, mauretanischer Kommmissar für Menschenrechte, überbrachte den GipfelteilnehmerInnen die Botschaft des Präsidenten, wonach IFAPA „der Welt angesichts religiöser und kultureller Vielfalt ein Beispiel für Toleranz und Versöhnung" gebe.
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Olara Otunnu, Untergeneralsekretär und Sonderbeauftragter des Generalsekretärs für Kinder und bewaffnete Konflikte bei den Vereinten Nationen, während seiner Präsentation vor den TeilnehmerInnen des Zweiten IFAPA-Gipfels. |
„Wir widersprechen den Stimmen, die den internationalen Terrorismus als Aspekt des Kampfes zwischen Kulturen und Religionen darstellen… Das Phänomen des Terrorismus ist weder an eine bestimmte Religion noch Kultur gebunden", so Präsident Taya in seiner Botschaft.
Olara Otunnu, Untergeneralsekretär und Sonderbeauftragter des Generalsekretärs für Kinder und bewaffnete Konflikte bei den Vereinten Nationen, betonte gleichfalls, die ReligionsführerInnen stünden vor der Herausforderung, positive und humane Wegweisung zu geben.
Otunnu hob hervor, viele Konflikte würden von VerantwortungsträgerInnen ausgelöst. „Gleichgültigkeit ist keine Option. Untätigkeit ist keine Option. Religionsführer und Religionsführerinnen müssen ihre Funktion bei der Vorbeugung von Kriegen unterstreichen", so Otunnus Fazit. Hier finden Sie den vollständigen Wortlaut der LWI-Meldung.
Weitere Informationen zur Interreligiösen Initiative für Frieden in Afrika (IFAPA) finden Sie in englischer Sprache auf der IFAPA-Webseite.
Weitere Informationen zum Zweiten IFAPA-Gipfel auf der LWB-Webseite:
Die Lutherische Welt-Information (LWI) hat folgende Nachrichten zum Zweiten IFAPA-Gipfel veröffentlicht:
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Kongolesische ReligionsführerInnen wünschen interreligiöses Eingreifen zur Beendigung des Konflikts
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Afrikanische ReligionsführerInnen sind überzeugt: Interreligiöses Vorgehen kann Konflikten vorbeugen
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Missbrauch heiliger Schriften zur Rechtfertigung von Kriegen verurteilt
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Südafrikanische Ministerin: Konfliktverhütende Strategien müssen Vorrang haben









