Die internationale Ebene
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Gemeinsame lutherisch-reformierte Arbeitsgruppe, 2001, Genf (Schweiz) |
Nach zehnjährigen Gesprächen zwischen VertreterInnen des LWB und des Reformierten Weltbunds (RWB) wurde 1982 eine internationale theologische Dialogkommission für die beiden Partner eingesetzt. Die Gemeinsame lutherisch-reformierte Kommission von LWB und RWB hat 1989 ihren Bericht unter dem Titel "Auf dem Weg zur Kirchengemeinschaft" (Towards Church Fellowship) veröffentlicht. Er enthält eine Reihe von Empfehlungen für engere lutherisch-reformierte Beziehungen.
Eine Gemeinsame lutherisch-reformierte Arbeitsgruppe nahm 1999 ihre Arbeit auf, die auf einen Zeitraum von drei Jahren angelegt war. Die Arbeitsgruppe hatte den Auftrag, die derzeitigen Beziehungen zwischen lutherischen und reformierten Kirchen in verschiedenen Regionen zu untersuchen und Empfehlungen für die Weiterentwicklung der weltweiten Beziehungen zwischen den beiden Partnern zu unterbreiten.
Die Arbeitsgruppe schloss 2001 ihre Aktivitäten ab. Im Jahr 2002 wurde ihr Bericht "Zur Gemeinschaft und zum gemeinsamen Zeugnis berufen" veröffentlicht und dem LWB-Rat in Wittenberg (Deutschland) vorgelegt. Der Rat nahm die Empfehlung der Arbeitsgruppe, eine Gemeinsame lutherisch-reformierte Kommission zu gründen, an. Diese Kommission wird unter anderem für ein Studienprojekt zu Strukturen von Kirchengemeinschaften verantwortlich sein, sich mit der Vielfalt und Komplementarität ekklesiologischer Ansätze innerhalb beider Konfessionsfamilien auseinanderzusetzen, die sich zu neuen Formen der Kirchengemeinschaft hinentwickeln.
Die Sekretariate des LWB und des RWB haben sich zeitweise regelmässig zu gemeinsamen Stabssitzungen zusammengefunden, um die Zusammenarbeit zu begleiten und zu fördern. Die beiden Organisationen beteiligen sich an mehreren Studienprogrammen des jeweils anderen Partners.
Die regionale Ebene
1998 wurde das 25-jährige Jubiläum der Leuenberger Konkordie zwischen lutherischen und reformierten Kirchen in Europa feierlich begangen. Diese bahnbrechende bilaterale Vereinbarung einer Kirchengemeinschaft wird weiterentwickelt und zeugt von einer lebendigen ökumenischen Bewegung.
In den USA wurde 1998 die „Formula of Agreement" gefeiert, das Übereinkommen über volle Kirchengemeinschaft zwischen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika (ELKA) einerseits und der Presbyterianischen Kirche (USA), der Reformierten Kirche in Amerika und der Vereinigten Kirche Christi (USA) andererseits.
2000 unterzeichnete die Norwegische Kirche die Leuenberger Konkordie und 2001 trat auch die Dänische Evangelisch-Lutherische Volkskirche der Leuenberger Kirchengemeinschaft bei.





