Weiterarbeit nach der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre
Auf seiner Tagung im Juni 2000 in Turku, Finnland, beschloss der LWB-Rat einen Aktionsplan zur Weiterarbeit nach der lutherisch/römisch-katholischen Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre (GE).
Im Einklang mit dem Ratsbeschluss veranstaltete das Büro für Ökumenische Angelegenheiten (BÖA) im November 2001 eine Konsultation zum Thema "Einheit im Glauben - Die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre in einem weiteren ökumenischen Kontext". Ausser den VertreterInnen des LWB und des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen (PCPCU) wurden auch der Reformierte Weltbund (RWB) sowie der Weltrat methodistischer Kirchen um ihre Teilnahme gebeten. Die Konsultation beriet darüber, wie neben den beiden Unterzeichnerkirchen auch andere Gemeinschaften in die in der GE erzielten Übereinkünfte einbezogen werden können und was diese Erklärung zu unserem Verständnis von der Einheit der ChristInnen beitragen kann.
Die Abteilung für Theologie und Studien (ATS) plant für 2002 eine Konsultation über die Bedeutung der Rechtfertigung in Bezug auf heutige Probleme in Kirche und Gesellschaft.
Das Institut für Ökumenische Forschung in Strassburg (Frankreich) und das Johann-Adam-Möhler-Institut in Paderborn (Deutschland) planen einen eingehenden Studienprozess über die theologische Problematik, dass der/die ChristIn gerechtfertigt und SünderIn zugleich ist, sowie über die Bedeutung der guten Werke im Leben.
Lutherische Identität in ökumenischen Beziehungen
Im Rahmen eines abteilungsübergreifenden Projekts, an dem das Büro für Ökumenische Angelegenheiten (BÖA), die Abteilung für Theologie und Studien (ATS) und das Institut für Ökumenische Forschung in Strassburg beteiligt sind, wurde die konfessionelle Identität der lutherischen Gemeinschaft im Blick auf ökumenische Beziehungen untersucht. Ziel dieser Studie war es nicht, ein "zeitloses" Bild der lutherischen konfessionellen Identität zu entwerfen, vielmehr sollten die lutherischen Perspektiven zusammengetragen werden, die sich aus den bilateralen ökumenischen Dialogen ergeben haben, an denen LutheranerInnen beteiligt waren.
Das Studienprojekt, das in seiner ersten Phase im BÖA angesiedelt war, konzentriert sich auf das Thema "Das Amt der episkopé im Rahmen der Apostolizität der Kirche" (Englisch, Französisch, Spanisch). Es knüpft an vorherige LWB Studien über das Bischofsamt aus den Jahren 1983 und 1992 an (vgl. "Amt - Frauen - Bischöfe", LWB 1993).
Nach fünf regionalen Tagungen auf verschiedenen Kontinenten, fand Ende 2002 in Malta eine Konsultation unter Beteiligung lutherischer VertreterInnen der verschiedenen Dialogkommissionen statt. Die Konsultation hat die vorliegende Erklärung erarbeitet, und wird hiermit im Auftrag des Exekutivkomitees den Mitgliedskirchen zur Prüfung vorgelegt.
Die lutherische Erklärung wurde in
einer viersprachigen Broschüre (Deutsch, Englisch,
Französisch und Spanisch) veröffentlicht. Sie ist
erhältlich bei: LWB-Büro für Ökumenische
Angelegenheiten, 150 Route de Ferney, Postfach 2100,
CH-1211 Genf 2, Schweiz.
Tel.: +41/22-791 6356, Fax: +41/22-791 6630,
E-Mail: sgr@lutheranworld.org.
Der Preis beträgt: 3,20 EUR, 3,70 USD bzw. 5,- CHF plus
Versand.




