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AWD-Länderprogramm
Uganda
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Getting safe, clean water from a borehole in Kitgum. © LWF/DWS Uganda |
Uganda leidet seit Jahren unter schweren inneren Konflikten. Im Norden und Osten des Landes herrschen Aufstände, im Westen kämpfen ethnische Gruppen gegeneinander. Etwa 1,6 Millionen Binnenvertriebene sowie 150.000 sudanesische Flüchtlinge leben im Norden und Nordosten des Landes.
Das LWB/AWD-Ugandaprogramm reagiert auf die Not armer und ausgegrenzter Bevölkerungsteile in Gebieten, wo besonders grosse Gefährdungen bestehen. Das Programm umfasst breitgefächerte Aktivitäten zur nachhaltigen Entwicklung. Es wurde 1981 ins Leben gerufen und hat sich von der anfänglichen Nothilfearbeit hin zu einem integrierten Ansatz mit den folgenden Schwerpunkten entwickelt:
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Kapazitätsaufbau für Organisationen innerhalb der Gemeinwesen sowie lokale Einrichtungen mit dem Ziel, eine nachhaltige Entwicklung zu initiieren, die dem Bedarf der Gemeinwesen und Bezirke gerecht wird,
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Hilfe für Ausgegrenzte, die von negativen Klimabedingungen, Katastrophen, HIV/AIDS und anderen sozioökonomischen Problemen betroffen sind,
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Förderung einer nachhaltigen Entwicklung durch Bewusstseinsbildung, Risikoanalyse, Ausbildung, gemeinschaftliche Planung, Umsetzung, Koordinierung, Monitoring und Evaluierung.
Integrierte ländliche Entwicklung
Das Programm für integrierte ländliche Entwicklung im Bezirk Adjumani wird in Partnerschaft mit dem Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR), der ugandischen Regierung und anderen NGOs durchgeführt. Zielsetzung ist, die Kapazität von Organisationen zu stärken, die auf der Ebene der Gemeinwesen agieren, die sich aus zahlreichen Flüchtlingen und der mit ihnen zusammen lebenden einheimischen Bevölkerung zusammensetzen. Um die Menschen in ihrer Eigenständigkeit zu stärken, fördert das Problem schwerpunktmässig Fähigkeiten im Blick auf das Erkennen und die Analyse von Problemstellungen sowie die Umsetzung der erarbeiteten Lösungen.
Im Bereich Ernährungssicherheit werden tiermedizinische Produkte verteilt, Fischteiche angelegt und Familien mit unterernährten Kindern Milchziegen zur Verfügung gestellt. Fast die Hälfte der 60.000 Flüchtlinge versorgen sich selbst mit Nahrungsmitteln, die Übrigen erhalten Nahrungsmittelhilfe, die schrittweise abgebaut wird. Gruppen auf der Ebene der Gemeinwesen erhalten Training im Blick auf Gruppendynamik, Leitungsfähigkeiten, Armutsanalyse, einkommensschaffende Massnahmen, Gleichbehandlung von Frauen und Männern sowie Entwicklung. Das Projekt gewährt Kleinstdarlehen zur Erschliessung neuer Einkommensquellen und zur verbesserten Deckung des Grundbedarfs.
AIDS-Projekt mit Gemeinwesen
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AIDS orphan in the doorway of an LWF built home. © LWF/DWS Uganda |
Das HIV und AIDS-Projekt im Bezirk Rakai ist auf die Ebene der Gemeinwesen ausgerichtet und will zur Verringerung der HIV-Infektionsrate in Uganda beitragen. Das Projekt leistet Aufklärungsarbeit und bietet Beratung und Unterstützung für von HIV und AIDS Betroffene sowie deren Familien. Darüber hinaus leistet das Projekt Hilfe für über 200 von Kindern geleitete Haushalte, es bietet Gesundheitsberatung und -Aufklärung, die Behandlung opportunistischer Infektionen sowie Impfungen an und informiert über die Rechte von Kindern, Witwen und von AIDS Betroffenen.
Hilfe für Binnenvertriebene
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School ECO Clubs in Adjumani. |
Dieses Projekt im Bezirk Katakwi soll die Situation der Binnenvertriebenen und der einheimischen Bevölkerung verbessern sowie einen Beitrag zu Umweltsanierung und Entwicklung leisten. Auf der Grundlage eines auf breite Beteiligung angelegten Prozesses wurden Leitungsverantwortliche in den Lagern, medizinisches Personal in den Gemeinwesen und Wasserausschüsse fortgebildet. Dabei ging es um die Verbesserung der gesundheitlichen und hygienischen Bedingungen durch die Sicherung der Grundbedürfnisse im Blick auf die Wasserver- und Abwasserentsorgung sowie des sonstigen nicht direkt an die Nahrungsmittelversorgung geknüpfter Bedarfs, die Entwicklung der Infrastruktur, die Einleitung von Schritten zu Frieden und Versöhnung sowie die Aufklärung im Blick auf AIDS sowie sexuell übertragbare Krankheiten.
Umsiedlung und Eingliederung sudanesischer Flüchtlinge
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Returnee children in South Sudan. |
Im Jahr 2003 wurden etwa 7.500 Flüchtlinge aus einem überfüllten Übergangslager in die Flüchtlingssiedlungen Ikafe, Okuyu und Ariwa im Bezirk Yumbe umgesiedelt. Das Projekt löste Probleme im Blick auf eine verzögerte Landzuweisung, Widerstand gegen die Ansiedlung und die Entfernung des Buschbestandes zum Bau von Zufahrtsstrassen. Eine allgemeine medizinische Kontrolle wurde durchgeführt und alle Flüchtlinge erhielten vor der Umsiedlung auf die ihnen zugewiesenen Grundstücke Nahrungsmittel und andere Hilfsgüter.
Weitere Informationen erhalten Sie bei:
LWB-Vertreter vor Ort:









