Lutherischer Weltbund

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Assoziierte Programme der AWD
ELKSA-Entwicklungsdienst, Südafrika

Kohlernte in einem Gartenbauprojekt (Ostkap). © LWB/ELKSA-ED

Die zwei grössten Problembereiche in Südafrika sind derzeit HIV und AIDS und die wirtschaftliche Polarisierung. Während etwa 5,3 Millionen Menschen mit HIV und AIDS infiziert sind, wird die Krise von staatlicher Seite nur sehr zögerlich als solche wahrgenommen. Dementsprechend gibt es grosse Probleme hinsichtlich der Bekämpfung der Pandemie, von der angenommen wird, dass sie täglich etwa 800 Menschenleben fordert. Die landesweite wirtschaftliche Polarisierung hat zur Folge, dass die Einkommen der armen Bevölkerung und der Schwarzen sinken und die Arbeitslosigkeit in diesen Bevölkerungsgruppen steigt, während gleichzeitig die Einkommen der weissen Bevölkerung steigen.

Die AWD ist seit 1992 in Südafrika aktiv. Nach der Dürrekatastrophe in den Jahren 1991 und 1992 hatte die Evangelisch-Lutherische Kirche im Südlichen Afrika (ELKSA) den LWB um Hilfe für ländliche Gemeinwesen in einigen der am stärksten betroffenen Gebiete des Landes gebeten. Daraufhin wurde von der LWB/AWD-Aussenstelle in Swasiland mit Hilfe der ELKSA-Strukturen ein Nothilfeprojekt initiiert.

Als viele der bedürftigsten und schwächsten Gemeinwesen die ELKSA um eine langfristige Lösung des Dürreproblems baten, wandte sich diese mit der Bitte an die AWD, bei der Einrichtung des ELKSA-Entwicklungsdienstes (ELKS-ED) Hilfestellung zu leisten. Seither unterstützt der ELKSA-ED benachteiligte Gemeinwesen und Gruppen bei der Verbesserung ihrer Lebenssituation auf der Grundlage eines integrierten Entwicklungsansatzes. Seit Januar 2004 ist ELKSA-ED ein assoziiertes Programm von LWB/AWD und in Leitung und Management in vollem Umfang eigenverantwortlich.

Die Programmarbeit umfasst die Gemeinwesenentwicklung in Teilen der Provinzen Limpopo, Ostkap und Kwazulu/Natal. Bei den lokalen, auf das jeweilige Gemeinwesen ausgerichteten Entwicklungsmassnahmen, für die auch eine möglichst breite Beteiligung der Bevölkerung vorgesehen ist, werden die Schwerpunkte in den Bereichen Landwirtschaft und Umwelt, Wasser und Abwasser, Selbsthilfe, HIV und AIDS sowie Bewusstseinsbildung und Vermittlung von Lösungsansätzen zu den Themen Gender und Menschenrechte gesetzt. Aufgrund fehlender finanzieller Mittel mussten 2003 in vielen Bereichen jedoch Einschränkungen vorgenommen werden.

HIV und AIDS

Auch Kinder werden in die HIV/AIDS-Aufklärung einbezogen. Im Bild eine Veranstaltung in der Provinz Ostkap.
© LWB/ELKSA-ED

Das HIV und AIDS-Projekt umfasst ein breites Spektrum von Themen und Zielgruppen. So gibt es beispielsweise in Projektgebieten, in Gemeinwesen und in Schulen diverse Veranstaltungen zur Bewusstseinsbildung im Bereich HIV und AIDS, in denen die Themenschwerpunkte dem Alter der Beteiligten entsprechend angepasst werden. Ausserdem werden Schulungen in den Bereichen häusliche Pflege, Beratung und Begleitung von Betroffenen und Bewusstseinsbildung angeboten. Auch für Menschen, die mit AIDS leben gibt es spezielle Schulungen für die Beratung und Begleitung von Betroffnen.

Für Menschen in traditionellen Leitungspositionen verschiedener Gemeinwesen werden Workshops veranstaltet, die sich mit gefährlichen kulturellen Praktiken befassen, die zur Verbreitung von HIV und AIDS beitragen. Eine weitere Workshop-Reihe befasst sich mit den Rechten der Menschen, die von HIV und AIDS betroffen sind.

Webseite des ELKSA-Entwicklungsdienstes

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Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Duane Poppe, Programmreferent

LWB-Vertreter vor Ort:

Pfr. Richard Agullhas, Programmdirektor