Lutherischer Weltbund

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AWD-Länderprogramme
Sambia

Dieses Flüchtlingsmädchen verarbeitet Jamswurzeln. © LWB/AWD-Sambia

Die freiwillige Rückkehr angolanischer Flüchtlinge, die in Sambia Zuflucht gesucht hatten, wurde durch den 2003/2004 in Angola herrschenden Frieden beschleunigt. Gleichzeitig strömten aber neue Flüchtlinge aus der Demokratischen Republik Kongo und aus Burundi ins Land. Da Sambia ist ein sehr armes Land ist, in dem etwa 80 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze leben, war die Bewältigung dieses Flüchtlingszustroms eine grosse Herausforderung.

Das LWB/AWD-Sambiaprogramm, auch bekannt als Christlicher Flüchtlingsdienst Sambia (Zambia Christian Refugee Service, ZCRS), wurde 1967 ins Leben gerufen und widmet sich hauptsächlich der Hilfe für und Wiederansiedlung von Flüchtlingen, der Unterstützung der Benachteiligten und Ausgegrenzten bei der Erlangung ihrer Selbstbestimmung sowie der Förderung einer nachhaltigen Entwicklung. Der ZCRS ist in drei Provinzen Sambias der wichtigste operationelle Partner des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) und trägt im Auftrag des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen die Verantwortung für die Verteilung von Nahrungsmitteln an neu eintreffende Flüchtlinge und Hilfsbedürftige.

Flüchtlingsprojekt

Der ZCRS ist verantwortlich für die Versorgung von drei Flüchtlingssiedlungen, deren EinwohnerInnen mehrheitlich aus Angola, aber zu kleineren Teilen auch aus der Demokratischen Republik Kongo, aus Ruanda und Burundi stammen. Das Projekt sorgt für die Wasserver- und Abwasserentsorgung, für die Bereitstellung der medizinischen Grundversorgung und angemessener Ernährung, die Verteilung von Nahrungsmitteln und die Einrichtung von Schulen. Im Rahmen eines integrierten Ansatzes werden vor allem auch Landwirtschaft, Umweltschutz und die Arbeit im Bereich HIV und AIDS gefördert. In Zusammenarbeit mit der sambischen Regierung und dem UNHCR, ist der ZCRS auch erste Anlaufstelle für neu ankommende Flüchtlinge, sorgt für den Transport zu deren Aufenthaltsorten und unterstützt die Wiedereinbürgerung der Flüchtlinge in ihrem Heimatland.

Entwicklung und Mobilisierung ländlicher Gemeinwesen

Eine Baumschule.
© LWB/AWD-Sambia

Das Projekt zur Entwicklung und Mobilisierung ländlicher Gemeinwesen in der Ostprovinz soll ländliche Gemeinwesen dazu befähigen, sich selbst zu organisieren und Gruppen zu bilden, die aktiv an Massnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen mitwirken. Auf der Grundlage eines integrierten Ansatzes werden Fähigkeiten zur Gemeinwesenentwicklung vermittelt, einkommensschaffende Massnahmen initiiert, das Bewusstsein für Menschenrechte und Gender-Fragen geschärft, Umweltschutz und -sanierung betrieben, unter Mitwirkung der Gemeinwesen Schulen und Gesundheitszentren gebaut, Familienplanung und HIV und AIDS-Aufklärung angeboten sowie eine nachhaltige Entwicklung gefördert.

Food for Asset Creation: Nahrungsmittel im Austausch gegen die Mitarbeit bei Projekten, die dem lokalen Gemeinwesen zugute kommen

Zusätzlich zur Verteilung von Nahrungsmitteln an die Bedürftigsten setzt sich der ZCRS auch für Ernährungssicherheit insgesamt ein. In Zusammenarbeit mit dem Welternährungsprogramm soll dieses Projekt langfristig Hungersnöte und Unterernährung mildern und den Beteiligten die nötigen Instrumente an die Hand geben, um die Ernährungssicherheit in ländlichen Gebieten verbessern zu können.

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Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Duane Poppe, Programmreferent

LWB-Vertreter vor Ort:

Pfr. Enos Moyo, LWB–Vertreter und Programmdirektor

 

Weitere Informationen

Zambia Annual Report 2004