Lutherischer Weltbund

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Assoziierte Programme der AWD
DIACONIA, Peru

Alle Mitglieder eines Gemeinwesens, hier im Bezirk Palca, arbeiten zusammen. Im Bild die Zubereitung von Kartoffeln für eine gemeinsame Mahlzeit.
© LWB/DIACONIA Peru/P. Huancavelica

Die politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Lage in Peru ist nach wie vor instabil und verschlimmert sie Lebenssituation der Armen und Ausgegrenzten im Land weiter. Der lang andauernde Prozess der Dezentralisierung staatlicher Sozialeinrichtungen behindert die Leistung dieser Dienste in erheblichem Masse und anhaltende Streiks führen zu Unterbrechungen des Schulunterrichts und zu Störungen im Fernverkehr. Die Programme zur wirtschaftlichen Strukturanpassung, die die Rückzahlung der Auslandsschulden über die sozialen Bedürfnisse der Bevölkerung stellen, sowie neue Handelsabkommen, fördern Ungerechtigkeit, Arbeitslosigkeit, gesellschaftliche Polarisierung und einen sich vertiefenden Graben zwischen städtischer und ländlicher Bevölkerung.

LWB/AWD unterstützt die Evangelisch-Lutherische Kirche in Peru, eine vom LWB anerkannte Gemeinde, seit 1971 bei der Leistung dringender Hilfe. Die Arbeit begann mit der Nothilfe nach einem Erdbeben und konzentriert sich mittlerweile auf die Entwicklung ländlicher Gebiete und die Hilfe für ausgegrenzte Bevölkerungsgruppen in drei peruanischen Departements. Die mit Unterstützung der AWD eingerichtete Entwicklungsabteilung der Kirche wurde 1997 in eine anerkannte kirchennahe NGO mit dem Namen DIACONIA umgewandelt und ist seit 2002 assoziiertes Programm der AWD. Das Programm richtet sich zunehmend mehr an einem Ansatz aus, der die Entwicklung in den Mittelpunkt stellt und schwerpunktmässig Programme für ländliche Entwicklung in einigen der ärmsten Andenregionen betreibt.

Nachhaltige Entwicklung in ländlichen Gebieten

Dieses Projekt arbeitet eng mit kleinbäuerlichen Gemeinwesen zusammen, deren Lebensbedingungen verbessert und eine nachhaltige Entwicklung gewährleistet werden sollen. Schwerpunkte sind dabei:

  • Ausbildung und Ermutigung der Menschen (vor allem der Frauen) sich zu engagieren und die Stärkung der Zivilgesellschaft
  • Bau und Instandsetzung von Bewässerungskanälen und Wasserreservoirs sowie Vermittlung von Kenntnissen über Bewässerung und Wassermanagement
  • einkommenschaffende Massnahmen durch die Förderung von nachhaltiger Landwirtschaft, Viehwirtschaft, Vermarktung und Gründung von Kleinbetrieben
  • Installation und Verbesserung von Systemen zur Versorgung mit sauberem Trinkwasser, von Kochherden und Latrinen
  • Vermittlung von Informationen über Ernährung, Gesundheit und die vielfältigen Aspekte der Versorgung von Säuglingen und Kleinkindern
  • Schutz von Umwelt und natürlichen Ressourcen durch den nachhaltigen Umgang mit Wasserläufen und lokalen Auffangbecken

Bildungsarbeit in den Bereichen Nahrungsmittelproduktion und Ernährung


Die Kinder der Schule in Laria (Palca, Huancavelica) freuen sich über ihren Biogarten.
© LWB/DIACONIA Peru/E. Rojas

Dieses Projekt kann als grösster Erfolg des Einflusses von DIACONIA auf die Politik gewertet werden, da zahlreiche Elemente des vielseitigen Lehrplans, den das Projekt für ländliche Schulen entwickelt hatte, in den offiziellen Lehrplan des Bildungsministeriums Eingang gefunden haben. Das Projekt sollte die Ernährung von Kindern und den Unterricht in ländlichen Schulen verbessern und wurde 2004 abgeschlossen. Es umfasste die Weiterbildung von LehrerInnen, die Einrichtung von Biogärten und landwirtschaftlichen Betrieben in Schulen sowie Unterricht in Ernährungsfragen.

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Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Sophie Gebreyes, Programmreferentin

LWB-Vertreterin vor Ort:

Elena Cedillo, Exekutivdirektorin

 

Weitere Informationen

Peru Annual Report 2008