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AWD-Länderprogramme
Mauretanien
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Aussaat von Hirse (Sorghum) im Rahmen eines integrierten Entwicklungsprojekts des LWB in der Region Trarza (Mauretanien). |
Die Islamische Republik Mauretanien ist ein Wüstenstaat in Westafrika und hat 2,5 Millionen EinwohnerInnen. Die Entwicklung liegt auf einem sehr niedrigen Niveau und etwa die Hälfte der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Für das Land und die Menschen bietet sich seit kurzem die Chance, die Entwicklung der Menschenrechtssituation voranzubringen.
Das AWD-Mauretanienprogramm legt besonderen Wert auf die umfassenden Arbeitsbereiche Menschenrechte, Gleichstellung der Geschlechter und HIV und AIDS. Auf dieser Grundlage bauen Armutsbekämpfung, Umweltschutz und soziale Entwicklung auf.
Menschenrechte
LWB/AWD ist diejenige internationale Nichtregierungsorganisation (NGO), die im Bereich der Menschenrechtsgesetzgebung am stärksten mit der mauretanischen Regierung zusammenarbeitet. Unterstützung dazu leisten das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (United Nations Development Program; UNDP) und der Hohe Menschenrechtskommissar der Vereinten Nationen (United Nations High Commissioner for Human Rights; UNHCHR). Zu den wichtigsten Themen gehören hier weibliche Genitalverstümmelung, Kinderrechte, Frauenrechte, Schulbildung und die Rechte von Menschen mit Behinderungen.
Gemeinwesenentwicklung und Ernährungssicherheit
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Alphabetisierungskurs für Erwachsene im Rahmen eines LWB-Gemeinwesenentwicklungs- und Ernährungssicherheitsprojekts auf dem Land. © LWB/AWD-Mauretanien/C. Hovens |
Die Gemeinwesenentwicklung wird ganz praktisch dadurch unterstützt, dass alle AWD-Entwicklungsprogramme inzwischen mit mauretanischen Partner-NGOs zusammenarbeiten. Dies gilt insbesondere für die Bereiche institutionelle Entwicklung und Bildung sowie für die Umsetzung von Projekten. Im Bereich Ernährungssicherheit soll die Armut in ländlichen Gebieten durch die Förderung der Landwirtschaft und anderer wirtschaftlicher Aktivitäten in den Dörfern bekämpft werden. Zu nennen sind hier auch Revolvingkredite und Dorfbanken mit einer Vielfalt von Funktionen, die die Investition des erwirtschafteten Einkommens in die Entwicklung des örtlichen Gemeinwesens fördern.
Ländliche Entwicklung zugunsten von Frauen und Mädchen
Die Entwicklungsarbeit zur Unterstützung von Frauen in ländlichen Gebieten umfasst Massnahmen zur Einkommensschaffung, zur Verbesserung der Ernährung und zur Schaffung von Verdienstmöglichkeiten durch genossenschaftlichen Gemüseanbau. Auch die Schulbildung von Mädchen wird gefördert – sowohl im Blick auf die Ersteinschulung als auch auf eine Wiedereinschulung von Mädchen, die die Schule abgebrochen haben.
Bewusstseinsbildung im Bereich HIV/AIDS
Ein neues Projekt fördert die Bewusstseinsbildung im Bereich HIV und AIDS durch Theater, Musik und andere öffentliche Medien. Umfangreiche Ausbildungsmassnahmen umfassen die Weitergabe von Wissen durch MultiplikatorInnen, sowie die Ausbildung von Ausbildenden, BeraterInnen u. a. Eine aktive Beteiligung muslimischer Religionsführer ist für den Erfolg dieses Projekts entscheidend.
Umweltschutz und Wiederaufforstung
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Umweltschutz und dörfliche Wiederaufforstung: Sanddünen werden mechanisch stabilisiert, bevor die Wiederaufforstung beginnt. |
Das Projekt für Umweltschutz- und Wiederaufforstung wird jährlich an etwa 25 Orten durchgeführt. Es zielt darauf ab, Strassen, Brunnen und andere Elemente der ländlichen Infrastruktur vor dem Vorrücken der Wüste zu schützen. Üppige Waldgürtel um die Hauptstadt Nouakchott und viele andere Ortschaften zeigen den Erfolg des Konzeptes der AWD. Im Jahr 2004 feierten wir das 30. Jubiläum der Arbeit des LWB in Mauretanien. Sie nahm mit der Anpflanzung des „grünen Gürtels“ um die Hauptstadt ihren Anfang, der die Stadt davor bewahrt, der Wüste zum Opfer zu fallen.
Nothilfe und Wiederaufbau
Zur laufenden AWD-Projektarbeit gehört auch die Nothilfe für Dürre- und Flutopfer. Katastrophenbereitschaft, die mit Entwicklungsaktivitäten gekoppelt ist, bedeutet u. a. die Unterstützung von Gemeinwesen im Blick auf den technischen Bedarf und den Bedarf an Arbeitskraft, die Herstellung von Kontakt mit anderen Organisationen, Lagerung, Transport und Verteilung von Hilfsgütern und die Fortbildung des Personals. Angesichts der begrenzten landwirtschaftlichen Produktionsmöglichkeiten dienen Getreidelager in den Dörfern dazu, die Katastrophenbereitschaft der Gemeinwesen selbst zu verbessern.
Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Dr. Colette Bouka-Coula, Programmreferentin
LWB-Vertreter vor Ort:
Japp Aantjes, LWB-VertreterInnen








