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AWD-Länderprogramme
Kenia
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Diese Männer und Frauen des Turkana-Volkes sind Mitglieder des Ausschusses für Frieden und Versöhnung, der sich dafür einsetzt, die Spannungen zwischen den BewohnerInnen des Flüchtlingslagers in Kakuma (Nordwestkenia)und den GastgeberInnengemeinden zu entschärfen. |
Während der vergangenen Jahrzehnte herrschte in Kenia relative politische, wirtschaftliche und soziale Stabilität. So wurde es zu einem sicheren Ort für Menschen, die vor Krieg und gesellschaftlichen Spannungen in einigen Nachbarländern fliehen mussten und diente auch verschiedenen Nichtregierungsorganisationen als Ausgangspunkt für deren Tätigkeiten in der Region. Die Infrastruktur und die vorhandenen Ressourcen waren grösstenteils ausreichend, um der Anzahl von Flüchtlingen, die kurz- oder langfristig Schutz suchten, gewachsen zu sein
Ursprünglich begann das AWD-Programm seine Tätigkeit als Verbindungsbüro in der Hafenstadt Mombasa (Kenia) im Jahr 1973, von wo aus es an der logistischen Organisation der Nothilfe im Südsudan mitwirkte. Die Arbeit im Land selber begann 1992, als das Programm die Verwaltung des Flüchtlingslagers Kakuma im Nordwesten Kenias übernahm. Während es lange Zeit ein gemeinsames AWD-Länderprogramm in Kenia und im Sudan gab, wird seit Anfang 2008 im Sudan mit der Unterstützung des Länderprogramms in Kenia ein eigenes Länderprogramm aufgebaut.
Die Aufgabe von AWD-Kenia ist es, die Ursachen und Folgen des menschlichen Leidens und der Armut der verwundbarsten Bevölkerungsgruppen des Landes durch eine aktive Partnerschaft mit lokalen Gemeinwesen und Organisationen zu bekämpfen. Bisher lag der Schwerpunkt des Programms auf der Betreuung von und der Nothilfe für Flüchtlinge. Derzeit wird das Programm allerdings ausgeweitet und soll zukünftig mehr langfristige Entwicklungsprogramme enthalten. Innerhalb dieser Programme werden die Ansprüche der Menschen auf ihre Rechte (der sog. rights-based approach) und das Mitspracherecht der Zielgruppen bei Planung, Umsetzung und Überwachung der Programme weiterhin im Mittelpunkt stehen.
Flüchtlingslager Kakuma (Kenia)
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Nach der Rückkehr in die Heimat erhalten Flüchtlinge aus dem Südsudan bei dem Versuch nach und nach selber für ihren Lebensunterhalt aufzukommen Hilfe vom LWB. © LWB/S. Padre |
AWD-Kenia verwaltet das Flüchtlingslager Kakuma und trägt hierfür im Rahmen einer Vereinbarung mit dem Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) und der kenianischen Regierung die Hauptverantwortung. Das Flüchtlingslager beherbergt zurzeit mehr als 51.000 Flüchtlinge, die vor allem aus dem Sudan, aus Somalia und Äthiopien stammen, was die komplexe, instabile Situation in der Region widerspiegelt.
Das Programm ist in zwei wichtige Aufgabengebiete unterteilt. Zum einen ist es für die Verwaltung und Instandhaltung des Lagers selbst und zum anderen für die Wiedereinbürgerung der Flüchtlinge verantwortlich. Erstere Aufgabe umfasst die Verwaltung und Verteilung von Nahrungsmitteln, Wasserversorgung, Bildung, Gemeinschaftseinrichtungen und die Garantie der Sicherheit im Lager. In Bezug auf den zweiten Aufgabenbereich, konnte die AWD mehr als 6.000 sudanesische Flüchtlinge durch das Bereitstellen von Informationen, die Eröffnung eines Zentrums für Rückkehrende und die Versorgung mit warmer Kleidung mobilisieren.
Turkana
Aus dem Bewusstsein heraus, dass ein über Jahre hin bestehendes Flüchtlingslager nicht isoliert von der örtlichen Bevölkerung, die eine GastgeberInnenrolle wahrnimmt, existieren kann, schenkt der LWB auch den Turkana, die in der Region um das Flüchtlingslager leben, mehr und mehr Aufmerksamkeit. Die Nothilfe- und Wiederaufbauprojekte haben zum Ziel die negativen Folgen von Dürreperioden und die unsichere Situation der Bevölkerung – auch in den Grenzregionen zum Sudan und zu Uganda – zu bekämpfen. Die wichtigsten Bereiche des Programms für die Turkana sind Friedensarbeit, Konfliktlösung, Zugang zu sauberem Wasser und einkommenschaffende Massnahmen.
Flüchtlingslager Dadaab
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Stärke in der Not: Die Flüchtlinge im Flüchtlingslager Dadaab blicken trotz der harten Bedingungen voller Zuversicht in die Zukunft. © LWB/P. Wijmans |
Aufgrund der erfolgreichen Verwaltung des Flüchtlingslagers in Kakuma, wurde AWD-Kenia gebeten auch das Flüchtlingslager in Dadaab im Nordosten Kenias zu leiten. Der LWB ist für die allgemeine Verwaltung des Flüchtlingslagers, d.h. für Planung und Gestaltung des Lagers, Empfang und Unterstützung von Neuankömmlingen, Gewährleistung der Sicherheit und die Förderung von Selbstverwaltung, verantwortlich. Im Dadaab-Flüchtlingslager leben mehr als 230.000 Flüchtlinge, die grösstenteils vor Krieg und Unsicherheit in Somalia fliehen mussten.
Webseite des LWB/AWD-Keniaprogramms
Weitere Informationen erhalten sie bei:
Michael Hyden, Programmreferent
LWB-Vertreter vor Ort:
Philip Wijmans, Programmdirektor








