Lutherischer Weltbund

El Salvador / Guatemala

El Salvador

Die Abteilung für Weltdienst (AWD) nahm ihre Tätigkeit in El Salvador im Jahr 1983 auf Einladung der Salvadoreanischen Lutherischen Synode auf. Die AWD sollte der Kirche und den Menschen in El Salvador in der Zeit des Bürgerkrieges, der Zerstörung und der Menschenrechtsverletzungen zur Seite stehen.

1992 wurde ein Vertrag zur Wiederherstellung des Friedens im Rahmen von Entwicklung und Modernisierung des Staates unterzeichnet. Mit der sich ständig verändernden Situation in El Salvador modifizierte die AWD ihre Arbeit und wandte sich dem Wiederaufbau, der Versöhnung und der Demokratisierung zu.

   




Wiederaufbauprojekt in El Salvador

Die Wiederaufbauprogramme unterstützen die nationalen Partner in ihren Bemühungen um die Bekämpfung der Armut. Sie fördern den Umweltschutz und bieten Gruppen Ausbildungsmöglichkeiten und Unterstützung, die sich mit der Entwicklung alternativer und nachhaltiger Wirtschaftsmodelle beschäftigen. Die Versöhnungsarbeit konzentriert sich auf die Unterstützung schwacher Bevölkerungsgruppen - Waisenkinder, Kinder ehemaliger KämpferInnen, Strassenkinder, KriegsveteranInnen und Behinderte. Die Bemühungen um Demokratisierung schliessen folgende Bereiche ein: die Förderung der gleichberechtigten Mitwirkung von Frauen, den Aufbau einer Kultur des Friedens und der staatsbürgerlichen Erziehung auf allen Ebenen, die Beschäftigung mit Problemen der Konfliktlösung, die Förderung von Menschenrechten und Bürgerbeteiligung sowie die Aufstellung einer örtlichen Vertretung bei Wahlen.

Guatemala

Der LWB begleitete den Friedensprozess in Guatemala, der zur Aufnahme von Gesprächen für den Oslo-Vertrag im Jahr 1990 führte. Dieser Vertrag hatte die friedliche Beilegung des Bürgerkrieges in Guatemala auf dem Verhandlungsweg zum Ziel.

Die Schlussakte für einen gesicherten und dauerhaften Frieden ermutigte Tausende GuatemaltekInnen, die während des Bürgerkriegs nach Mexiko geflüchtet waren, nach Hause zurückzukehren. Diese Binnenflüchtlinge fanden in der Provinz El Petèn eine neue Heimat.

Das Projekt "Work in Civic Society" (Arbeit in der Zivilgesellschaft) hat zum Ziel, den gewonnenen politischen Spielraum zu erhalten, zu stärken und zu erweitern. Zudem soll die Kapazität der strategischen Bereiche der Zivilgesellschaft gestärkt werden, um ihre Forderungen zu formulieren und in konkrete Vorschläge für einen weiteren Aufbau der Zivilgesellschaft insgesamt umzusetzen.

Der LWB ist darüber hinaus an umfangreichen Nothilfeprogrammen beteiligt und leistete in jüngster Zeit jenen Menschen humanitäre Hilfe, die durch die Nachwirkungen des Hurrikans "Mitch" im Jahr 1998 sowie des Erdbebens im Januar 2001 in El Salvador in Not geraten sind.

Weitere Informationen erhalten Sie bei: Programmreferentin Elsa Moreno oder ihrer Assistentin Regula Dominguez.