Lutherischer Weltbund

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AWD-Länderprogramm
Äthiopien

Dank der Schulungen, die im Rahmen des Projektes zur Gemeinwesenentwicklung in Goro stattfanden, hat Mako Kadir Korome nun Gemüse zum essen und um es auf dem Markt zu verkaufen.
© LWB/Maria Ölund

Äthiopien hat eine reiche Geschichte, grosse kulturelle und ökologische Vielfalt sowie bedeutende Vorkommen von Bodenschätzen. Trotz des wirtschaftlichen Wachstums der letzten Jahre ist Armut weiterhin ein Problem; mehr als ein Drittel der Bevölkerung lebt von einem US-Dollar am Tag. Auch Bevölkerungswachstum, Wasserknappheit, Klimaschwankungen, Umweltverschmutzung und Nahrungsmittelunsicherheit behindern die Entwicklung des Landes. Die vor den Konflikten im benachbarten Somalia fliehenden Flüchtlinge und die durch Armut verursachte Binnenwanderung stellen wachsende Herausforderungen dar.

In Zusammenarbeit mit der Äthiopischen Evangelischen Kirche Mekane Yesus begann AWD-Äthiopien im 1971 Programme als Reaktion auf die anhaltende Dürre. Heute richten sich die Aktivitäten an abgelegene Gebiete, die anfällig für Naturkatastrophen und Nahrungsmittelunsicherheit sind und in denen andere Organisationen nur begrenzt oder gar nicht tätig sind.

AWD-Äthiopien – auch als LWB/ÄEKMY bekannt – konzentriert sich auf folgende Aufgabengebiete:

  • Nahrungsmittelsicherheit und nachhaltige Existenzsicherung
  • umweltfreundliche Verwaltung der natürlichen Ressourcen
  • Vorbereitung und Reaktion auf sowie Wiederaufbau nach Katastrophenfällen
  • Entwicklung von Fähigkeiten und Führungskompetenzen in den Gemeinwesen vor Ort

HIV und AIDS, Gender, Umwelt- und Klimaveränderungen haben in allen Programmen der AWD-Äthiopien einen zentralen Stellenwert.

Gemeinwesenentwicklung

Als Antwort auf die lokalen Bedürfnisse führt AWD-Äthiopien in den Regionen Afar, Oromia und Somali Projekte zur integrierten Gemeinwesenentwicklung durch. Die Projekte basieren auf der Beteiligung der Bevölkerung an Führungsaufgaben und Entscheidungsprozessen und verbessern so die sozioökonomischen Bedingungen in abgelegenen ländlichen Gebieten. Oberste Priorität haben landwirtschaftliche Entwicklung, Zugang zu sauberem Wasser, das Management von natürlichen Ressourcen, Unterstützung von Frauen, eine Antwort auf HIV und AIDS, Kapazitätsaufbau, Bildung und Gesundheitsdienste.

Hilfe für Flüchtlinge

Ein neues Bohrloch im Lager in Teferi Ber ist Grund für ein Freudenfest. © R. de Faria

Auf Einladung des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) begann AWD-Äthiopien im Jahr 2007 auf die Bedürfnisse der somalischen Flüchtlinge nordöstlich von Dschidschiga in der Region Somali zu reagieren. Das Programm konzentriert sich auf die Bereitstellung von sauberem Wasser und den Schutz der Umwelt. Derzeit unterstützt AWD-Äthiopien in den Flüchtlingslagern Teferi Ber und Sheder nahe der somalischen Grenze etwa 16.000 somalische Flüchtlinge.

Humanitäre Nothilfe

AWD-Äthiopien leistet in Gegenden, in denen sowohl Menschen als auch Tiere aufgrund von vermindertem Niederschlag akut von Nahrungsknappheit bedroht sind, Nothilfe in Form von Nahrungsmitteln. Seit 2008 arbeitet AWD-Äthiopien mit ACT International und anderen Partnerorganisationen zusammen, um in den von Dürre betroffenen Distrikten Dschidschiga und Dawe Kachen im Osten und Südosten des Landes humanitäre Hilfe zu leisten.

Dürre-Vorsorge/-Bereitschaft

AWD-Äthiopien setzt im Distrikt Dawe Kachen in der Region Oromia, ein Gebiet, in dem die Bevölkerung durch wiederholte schwere Dürreperioden verarmt ist, ein Programm zur Dürre-Vorsorge um. Finanziert vom Amt für humanitäre Hilfe der Europäischen Union (ECHO) werden in dem Projekt Massnahmen wie die Ausbildung von Tierärzten oder der Bau von Wasserauffangbecken angewandt, damit die Bevölkerung der ländlichen Gemeinwesen ungewöhnlich trockene Perioden besser zu überstehen.

Nachhaltige Nahrungsmittelsicherheit

AWD-Äthiopien kann auf zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Nutzung von Wasser und Bewässerungstechniken zurückgreifen, um aktuellen Problemen in der Nahrungsmittelsicherheit zu begegnen. In Zukunft sollen die Projekte die Anpassung an den Klimawandel hervorheben und die Identifizierung der Bevölkerung mit den Bemühungen um angemessene Versorgung mit Lebensmitteln und um nachhaltige Art und Weise, seinen Lebensunterhalt zu verdienen, fördern.

Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Michael Hyden, Programmreferent

LWB-Vertreter vor Ort:

Lemma Degefa, LWB-Vertreter

 

Weitere Informationen

Ethiopia Annual Report 2008 [1.8 MB] adobe reader

DWS Ethiopia Donor Agencies

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Siehe auch

Samuel Larsson's Blog - Reflections by a DWS Ethiopia worker