Lutherischer Weltbund

Willkommen bei der Abteilung für Weltdienst

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Abteilung für Weltdienst

© ACT/Paul Jeffrey

Die Abteilung für Weltdienst (AWD) ist das Nothilfe- und Entwicklungsorgan des Lutherischen Weltbundes (LWB).

Die Arbeit der AWD ist bestimmt durch die christlichen Werte Liebe, Versöhnung und Gerechtigkeit. Ihre Anstrengungen gelten den Notleidenden in der ganzen Welt, ungeachtet ihrer ethnischen Zugehörigkeit, ihres Geschlechts, ihrer Religion, ihrer Rasse oder ihrer politischen Überzeugungen.

Die AWD hat sich dem Motto „ Schafft Recht für die Armen und Unterdrückten“ (nach Psalm 82,3) verpflichtet und arbeitet mit regionalen und internationalen PartnerInnen zusammen, um das Leiden in der Welt zu lindern, Ungerechtigkeit und Armut zu bekämpfen und die Basis dafür zu schaffen, dass alle Menschen in Würde leben können.

Die AWD betreibt Länderprogramme in 36 Ländern in Afrika, Asien, Latein- und Mittelamerika sowie Europa und hat über 5.000 Mitarbeiter.

Arbeitsansatz

Die AWD verfolgt einen integrierten Arbeitsansatz, der die Gemeinwesen stärken soll und bei dem der Anspruch der Menschen auf ihre Rechte im Mittelpunkt steht. Dieser Ansatz ermöglicht es den lokalen Gemeinwesen langfristige Lösungen für die Probleme zu finden, mit denen sie konfrontiert sind und informiert die Menschen über ihre Rechte und Pflichten. Es wird ausserdem versucht die verschiedenen Programmbereiche wie Nothilfe und Katastrophenbereitschaft mit Bereitschaft zu Wiederaufbau und Entwicklung zu verbinden.

Der Verhaltenskodex der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung und der in der Nothilfe aktiven Nichtregierungs-Organisationen (NGOs) und die Principles of Partnership endorsed by the Global Humanitarian Platform (Grundprinzipien einer Partnerschaft, die von der „Global Humanitarian Platform“ unterstützt werden) untermauern die humanitären Nothilfeprogramme der AWD.

HAPDie AWD ist vollberechtigtes Mitglied des Humanitarian Accountability Partnership und ist dessen strengen Rechenschafts- und Qualitätsmanagementstandards verpflichtet.

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Programmschwerpunkte


In Bangladesch gehören Naturkatastrophen seit jeher zum Leben.
© LWB/RDRS-Bangladesch

Die AWD hat sechs Programmschwerpunkte, die an die jeweiligen Kontexte angepasst und auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt sind. Der weltweit geführte Kampf, Armut zu überwinden und die Menschenrechte für alle zu sichern bilden den Rahmen für die Arbeit von AWD. Die Programmschwerpunkte der AWD sind die folgenden:

  • Katastrophenhilfe und -bereitschaft
  • nachhaltige Entwicklung von Gemeinwesen
  • Kampf gegen HIV und AIDS
  • Förderung von Frieden, Versöhnung und Menschenrechten
  • Veränderung der Beziehung zwischen den Geschlechtern
  • Umweltschutz

Weitere Informationen zum AWD-Strategieplan 2007-2012 finden Sie hier: Schafft Recht für die Armen und Unterdrückten pdf[ Hohe Auflösung – 2 MB]

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Länderprogramme

Tomatenanbau in Gewächshäusern.
© Enes Smajlovic, Agronom, LWB-Büro Tuzla

Die AWD ist mit vier Regionalprogrammen, 20 Länderprogrammen und sieben assoziierten Programmen und Nothilfeprojekten in 36 Ländern aktiv.

Alle AWD-Länderprogramme entstanden als Reaktion auf akute Notsituationen und auf Einladung lokaler PartnerInnen. Sobald die nötige Kapazität und Selbstbestimmung hergestellt ist, wird das Programm in lokale Leitungsstrukturen überführt und in ein assoziiertes Programm verwandelt, das in Partnerschaft mit der AWD die Arbeit weiterführt.

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PartnerInnen

Die AWD arbeitet im Rahmen eines weitreichenden Netzwerks von PartnerInnen, wodurch die Leistungsfähigkeit verbessert und die Ressourcen unterstützender und Geld gebender sowie lokaler PartnerInnen vervielfacht werden. Zu diesem Netzwerk gehören: die LWB-Mitgliedskirchen und ihre Partnerorganisationen, ökumenische Organisationen – insbesondere ACT (Action by Churches Together - Kirchen helfen gemeinsam) und das Globale Ökumenische Aktionsbündnis (EAA) –, Sonderorganisationen der Vereinten Nationen und andere zwischenstaatliche und Nichtregierungsorganisationen.

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Leitungsstrukturen

SC DWS

Mitglieder des Programmausschusses für Weltdienst (2009). © LWB/ R. de Faria

Die Arbeit der Abteilung für Weltdienst steht unter Leitung des LWB-Rates mit dessen Programmausschuss für Weltdienst (PAWD). Es ist Aufgabe des Ständigen Ausschusses für Weltdienst (SAWD) die praktische Arbeit der AWD zu begleiten, zu kontrollieren und Entscheidungen zu treffen.

Mehr Informationen finden Sie in den Richtlinien für alle Ausschüsse des Rates pdfund im Mandat des Ständigen Ausschusses für Weltdienst (in englischer Sprache) pdf.

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AWD-Genf

Die AWD ist innerhalb des LWB-Sekretariats in Genf angesiedelt und ist für die Planung, Koordinierung und Berichterstattung zuständig, die für ein erfolgreiches und gut funktionierendes Management von humanitärer und diakonischer Arbeit notwendig ist. Im Namen der PartnerInnen und der Gemeinwesen vor Ort nimmt AWD-Genf die folgenden Aufgaben wahr: Formulierung von Grundsätzen und Strategien zur Vorlage im Ständigen Ausschuss für Weltdienst, die allgemeine Verwaltung und Mittelbeschaffung für die Länderprogramme sowie die Koordinierung der Arbeit in den sechs Programmschwerpunkten.

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Finanzen und Personal

Im Jahr 200 8 7 erhielt die AWD insgesamt 98,6 112.3 Millionen US-Dollar für ihre Programme und Nothilfeprojekte ( 81 78, 6 8 Millionen USD für AWD-Programme und 20 30.5 Millionen USD für assoziierte Programme). Diese Gelder werden von Mitgliedskirchen, Partnerorganisationen, Regierungen, zwischenstaatlichen Organisationen und Einzelpersonen gespendet. Die weltweite Arbeit der AWD in den Bereichen humanitäre Hilfe und nachhaltige Entwicklung wird von etwa 40 internationalen MitarbeiterInnen in den Schlüsselpositionen der Länderprogramme, 2.700 lokalen MitarbeiterInnen und BeraterInnen sowie 15 MitarbeiterInnen innerhalb der AWD Genf geleistet. In den mit der AWD assoziierten Programmen sind weitere 3.000 Mitarbeiter beschäftigt.

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Geschichte

Diese Flüchtlingsfamilie ist eine von 40 Familien aus Deutschland und Österreich, die nach dem Zweiten Weltkrieg auf vom LWB gepachteten Höfen in Südfrankreich Zuflucht fanden. © LWB/AWD

1947 nahm der Lutherische Weltbund (LWB) den Dienst an notleidenden Menschen auf, vorwiegend an lutherischen Flüchtlingen, die durch den Zweiten Weltkrieg aus ihrer Heimat vertrieben worden waren. Seit über fünf Jahrzehnten ist die Hilfe für Flüchtlinge, Binnenvertriebene und Opfer von Katastrophen einer der wichtigsten Schwerpunkte der Weltdienstarbeit. In den letzten Jahrzehnten ist als weiterer, gleichermassen bedeutender Schwerpunkt ein ganzheitliches Konzept nachhaltiger Entwicklung hinzugekommen, das die Menschen und deren Anspruch auf ihre Rechte in den Mittelpunkt stellt (der sog. rights-based approach), die Genderproblematik berücksichtigt und mit Umweltfragen verantwortlich umgeht.

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Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Pfr. Eberhard Hitzler, AWD-Direktor

Doris Gfeller, Verwaltungsassistentin

 

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