Lutherischer Weltbund

Abteilung für Weltdienst

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Schwerpunkte der Abteilung für Weltdienst

Die Flutopfer im Bezirk Makwanpur (Nepal) erhalten Nahrungsmittelhilfe: die Säcke enthalten Getreide, Hülsenfrüchte und Salz (Oktober 2004). © LWB/AWD-Nepal

Die AWD ist sowohl auf internationaler als auch auf lokaler Ebene operationell aktiv. Ihre Arbeit stützt sich auf Fachkompetenz in fünf Schwerpunktbereichen, die die nötige Schwerpunktsetzung und Flexibilität ermöglichen, um auf bestehende Bedürfnisse und sich wandelnde Umstände reagieren zu können:

  • Nothilfe, Flüchtlinge und Binnenvertriebene
  • Nachhaltige Entwicklung und Umwelt
  • Anwaltschaft und Kommunikation
  • Personal- und Ausbildungsförderung
  • Planung, Monitoring und Evaluierung

Nothilfe, Flüchtlinge und Binnenvertriebene

Fond Verettes, im Norden von Forêt des Pins (Haiti), wo in der Nacht vom 29. auf den 30. Mai 2004 Schlammlawinen 400 Menschen in den Tod rissen und weit und breit sämtliche Gebäude zerstörten. Die Menschen wollen ihre Häuser im selben Flussbett wieder aufbauen. © LWB/ACT/M. Kuehn

Die AWD leistet seit fast 60 Jahren Nothilfe in akuten Krisensituationen und begleitet und betreut seit ebenso langer Zeit Flüchtlinge und Binnenvertriebene.

Sie ist der grösste operationelle Partner von ACT(Action by Churches Together – Kirchen helfen gemeinsam) und der zweitgrösste des Hohen Flüchtlingskommissariats der Vereinten Nationen (UNHCR).

Um diese Führungsposition halten und tragfähige Brücken zur nachhaltigen Entwicklung schlagen zu können, legt die AWD besonderen Wert auf Risikomanagement, Katastrophenbereitschaft und Nothilfe.

 

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Nachhaltige Entwicklung und Umwelt

Das Ziel der AWD, zum Aufbau tragfähiger Gemeinwesen beizutragen, beinhaltet auch die Verpflichtung sich für nachhaltige Entwicklung einzusetzen. Die im Jahr 2000 angenommenen LWB-Leitsätze für eine nachhaltige Entwicklung (Der Link erfordert Adobe Acrobat Reader) formulieren einen ganzheitlichen Ansatz, der bei der Verwirklichung einer nachhaltigen Entwicklung die Aspekte Menschenrechte, Gender, Umwelt und Kommunikation berücksichtigt. Sie geben die Richtung für die praktische Arbeit der AWD in Bereichen wie HIV und AIDS, Wasser- und Bodenschutz, integrierte Entwicklung ländlicher Gebiete, Ernährungssicherheit und genetisch veränderte Organismen vor.

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Anwaltschaft und Kommunikation

Die AWD will die Ursachen und Folgen menschlichen Leides kritisch hinterfragen und bekämpfen. Dabei bemüht sie sich um ökumenische Zusammenarbeit und einen Arbeitsansatz, bei dem der Anspruch der Menschen auf ihre Rechte im Mittelpunkt steht (der sog. rights-based approach ), um so die lokale Bevölkerung zu stärken. Lokale und internationale Netzwerke bemühen sich um die Identifizierung von, Auseinandersetzung mit und Arbeit an zentralen Themen der Anwaltschaft, mit dem Ziel, den PartnerInnen vor Ort Gehör zu verschaffen und ihre Kräfte für die Beteiligung an Anwaltschaftskoalitionen zu mobilisieren.

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Personalentwicklung

MitarbeiterInnen erarbeiten partizipatorische Ansätze. © LWB/Diaconia Peru

Die AWD beschäftigt weltweit etwa 2.700 erfahrene lokale MitarbeiterInnen und BeraterInnen sowie 40 internationale MitarbeiterInnen und BeraterInnen in den Schlüsselpositionen der Länderprogramme. Die AWD legt besonderen Wert darauf, dass eine Weiterbildung ihrem Personal das erforderliche Wissen und die nötigen Fähigkeiten vermittelt, damit alle MitarbeiterInnen angesichts höchster Anforderungen professionell und flexibel agieren können. Die Wirkung des Kapazitätsaufbaus wird zudem um ein Vielfaches verstärkt, wenn internationale und lokale PartnerInnen Ideen, Erfahrungen und Fachkenntnisse austauschen.

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Planung, Monitoring und Evaluierung

Im Rahmen der Projekte der AWD-Kambodscha tragen Workshops zur Förderung der Eigenständigkeit bei. © LWB/AWD-Kambodscha

Der vom Ständigen Ausschuss für Weltdienst bewilligte Strategieplan 2002-2006 (Der Link erfordert Adobe Acrobat Reader) [ Hohe Auflösung - 2 MB] gibt die Richtung für die Arbeit der AWD vor. Die Verantwortung für die Umsetzung der Programme liegt bei der AWD Genf. Für alle AWD-Länderprogramme und -Projekte gibt es ein umfassendes Planungs-, Monitoring- und Evaluierungssystem, das auf einem vorgegebenen Projektzyklus basiert. Das System umfasst Strategierichtlinien für Länderprogramme, Kooperationsvereinbarungen, Aktionspläne, Vorgaben für das Monitoring der Aussenstellen, Evaluierungskomponenten und Bewertungsmechanismen für die Wirksamkeit der Arbeit.