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Durch das Flüchtlingsprogramm in Adjumani werden zur Zeit mehr als 70.000 Flüchtlinge versorgt, die grösstenteils aus dem Südsudan stammen. Jahrelange Bemühungen, Flüchtlinge zu ermutigen, ihren Nahrungsmittelbedarf selbst zu produzieren, haben sich jetzt ausgezahlt. Annähernd 25 Prozent der Bevölkerung konnten genügend Nahrungsmittel für den Eigenbedarf und Überschussverkauf erzeugen, nachdem man sie mit Ackerland und einer Starthilfe für bäuerliche Betriebe ausgestattet hatte. Weitere 30 Prozent der Flüchtlinge konnten den Eigenbedarf zu 50 Prozent decken und benötigen lediglich die Hälfte der Nahrungsmittelunterstützung, die in der Regel vom Welternährungsprogramm (WFP - World Food Programme) bereitgestellt wird. Das Entwicklungsprogramm der AWD im Moroto-Distrikt bezieht sich auf die Land- und Viehwirtschaft betreibende Gemeinde Karamoja. Ziel ist es, die Ernährungssituation der Familien sicherzustellen, die Gesundheit des Viehbestands zu verbessern und neue Quellen für die Wasserversorgung zu erschliessen, indem die einheimischen Stammesinstitutionen dazu befähigt werden, ihre eigenen Entwicklungsprojekte durchzuführen und zu leiten. Neben der praktischen Umsetzung hat das Programm auch Forschungs- und anwaltschaftliche Komponenten, die Land- und Viehwirtschaft als Existenzgrundlage propagieren und Einfluss auf die regionale und nationale Politik ausüben sollen. Das gemeinschaftsbezogene HIV/AIDS-Programm in Rakai ist Teil der Bemühungen, die weitere Verbreitung von HIV/AIDS in Uganda einzudämmen. Das Projekt leistet Aufklärungsarbeit unter den Mitgliedern der Gemeinschaft sowie unter Grundschulkindern und SchülerInnen der höheren Klassen. Es bietet Beratungsdienste und materielle Unterstützung für Infizierte und betroffene Familien an. Ausserdem versorgt es mehr als 200 von Kindern geführte Haushalte, in denen die Kinder sich um ihre Geschwister, um ältere und behinderte Angehörige oder bettlägerige Eltern kümmern müssen. Als Ergebnis der in Rakai erzielten Erfolge ist nunmehr vorgeschlagen worden, das Projekt im Jahre 2002 als Zentrum des LWB für die regionale HIV/AIDS-Hilfe in Ostafrika und im Gebiet der Grossen Seen zu nutzen. Weitere Informationen erhalten Sie bei: Programmreferentin Maria Immonen. |





