TansaniaDer "Tanganyika Christian Refugee Service" (TCRS - christlicher Flüchtlingsdienst von Tanganjika) gehörte zu den ersten Programmen der Abteilung für Weltdienst (AWD) in Afrika. Er wurde 1964 ins Leben gerufen und sollte die ökumenische christliche Antwort auf die Not der Flüchtlinge sein, die vor politischen Konflikten und Unruhen in den Nachbarländern nach Tansania geflohen waren. Die grosszügige Politik Tansanias gegenüber Flüchtlingen und Asylbegehrenden hat Hunderttausenden von Flüchtlingen aus der Demokratischen Republik Kongo, aus Burundi, Somalia und Ruanda die Möglichkeit gegeben, eine sichere Zuflucht in Tansania zu finden. In Zusammenarbeit mit der tansanischen Regierung und dem Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR)) erreichte der TCRS die Wiederansiedlung der meisten Flüchtlinge und konnte dazu beitragen, dass sie sich wieder selbstständig ernähren können. |
![]() Reparaturwerkstatt von Flüchtlingen in Kibondo |
Auf Empfehlung des Strategiepapiers "Country Strategic Outline" von 1998 haben die TCRS-Programme ihre Arbeit von gross angelegter Infrastrukturentwicklung auf die Befähigung kleinerer Gruppen zur Eigenständigkeit verlagert. Gemeinwesenbezogene Entwicklungsprojekte in Kibondo, Ngara/Karagwe, Same und Semanjiro arbeiten nach dem neuen Konzept, durch das Gemeinschaften lernen, ihren Entwicklungsbedarf zu erkennen und entsprechende Initiativen mit eigenen Mitteln und einem Minimum an äusserer Starthilfe zu planen und durchzuführen.
Die AWD und die Evangelisch-Lutherische Kirche in Tansania haben 1998 eine Grundsatzvereinbarung über die Einrichtung des "Lutheran Relief and Development Service Board" (Lutherisches Büro für Nothilfe- und Entwicklungsdienst) unterzeichnet, nach der das TCRS-Programm gemeinsam geleitet und möglicherweise in eine unabhängige nationale Organisation umgewandelt werden soll.
Web-Seite des Christlichen Flüchtlingsdienstes von Tanganyika (TCRS).
Weitere Informationen erhalten Sie bei: Programmreferentin Maria Immonen.







