Bangladesch
Der Rangpur Dinajpur Rural Service (RDRS) ist ein assoziiertes Programm der Abteilung für Weltdienst (AWD). Der RDRS ist bestrebt, der armen ländlichen Bevölkerung einschliesslich ihrer Institutionen in Nordbangladesch durch individuelle und kollektive Bemühungen zu einer angemessenen politischen, sozialen und wirtschaftlichen Selbstbestimmung sowie zu Demokratie, zur Gleichstellung der Geschlechter und zu einer nachhaltigen Umweltentwicklung zu verhelfen. Die RDRS-Entwicklungsprogramme helfen den Organisationen der armen Bevölkerung beim Aufbau von Selbstvertrauen und Kapazität, damit sie ihre Eigenständigkeit stabilisieren können. Dadurch werden sie in die Lage versetzt, sich Chancen zu eröffnen und sich nicht nur der verfügbaren Entwicklungsressourcen bewusst zu werden, sondern sich auch Zugangsmöglichkeiten zu diesen Ressourcen zu verschaffen. Der RDRS unterstützt und fördert die Partnerschaft mit den Organisationen der Armen und anderen AkteurInnen der Zivilgesellschaft, die für grössere Gerechtigkeit, für bessere Chancen und mehr Selbständigkeit eintreten.
Für den Nordwesten des Landes ist der RDRS ein wichtiger Ansprechpartner und geniesst entsprechend hohes Ansehen. Besonders auf der lokalen Ebene wird er häufig als Regierungspartner betrachtet. Seine Entwicklungsprogramme kommen mehr als 1,5 Millionen Menschen der ärmsten Bevölkerung (300.000 Haushalte) in fast 17.000 Gruppen und 262 Zusammenschlüssen zugute, über die die Entwicklungskonzepte realisiert werden. Einige dieser Menschen leben in den entlegensten Gegenden von Bangladesch - insbesondere im Gebiet der sich in ihrer Gestalt ständig verändernden Flussinseln des Brahmaputra.
Die Arbeit des RDRS hat auch die Umwelt im Nordwesten verändert. So säumen Bäumen ein Strassennetz von 6.000 Kilometern, die von organisierten Armen gepflanzt wurden und weiter von ihnen versorgt werden. Hinzu kommen die Erfindung und Verbreitung von kostengünstigen Bewässerungssystemen sowie die Förderung des Gemüseanbaus und die Vergrösserung der Produktvielfalt im Anbaubereich. Ausser den Gruppen gehören Schwangerenkliniken und Einrichtungen für Lepra-, Tuberkulose- und Augenkranke zu einigen RDRS-Programmen. Grundschulen stehen der gesamten Gemeinschaft offen und helfen, Leben zu verändern.
Kernprogramm des RDRS ist ein integriertes Konzept für sechs Bezirke im Nordwesten des Landes, wo der RDRS die wichtigste Entwicklungsorganisation darstellt. Soziale Mobilisierung und Hilfe zur Selbstbestimmung, insbesondere die Mobilisierung der Bevölkerung (Bildung von Basisgruppen und Zusammenschlüssen), stellen die Schwerpunkte der Entwicklungsarbeit des RDRS dar. Die arme Landbevölkerung, die unter äusserst schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen lebt, wird motiviert, Gruppen für gegenseitige Hilfe und Solidarität zu bilden und Unterstützung für deren Entwicklungsarbeit zu beschaffen. Bisher hat der RDRS 16.685 Gruppen (61 Prozent Frauen, 39 Prozent Männer) ins Leben gerufen, von denen sich 8.184 bereits so weit entwickelt haben, dass sie sich 262 Unionszusammenschlüssen anschliessen konnten.
Web-Seite des assoziierten AWD-Programms Rangpur Dinajpur Rural Service (RDRS).
Weitere Informationen erhalten Sie bei: Programmreferentin Elsa Moreno oder ihrer Assistentin Regula Dominguez.




