Lutherischer Weltbund

Willkommen bei der Abteilung für Weltdienst

Abteilung für Weltdienst

Fokus: Somali Fluchtlingen in Kenia © LWF/P. Wijmans

Die Abteilung für Weltdienst (AWD) ist das Nothilfe- und Entwicklungsorgan des Lutherischen Weltbundes (LWB) und geniesst internationales Ansehen. Sie arbeitet mit Ausgegrenzten und Benachteiligten überall dort, wo Menschen besonderer Hilfe bedürfen oder chronische Notsituationen bestehen. Dabei ist die AWD eingebunden in weltweite Netzwerke unter Beteiligung ökumenischer, staatlicher und nichtstaatlicher Partner.

Die Abteilung betreibt Länderprogramme in 37 Ländern in Afrika, Asien, Latein- und Mittelamerika sowie Europa. Die humane und gleichzeitig professionelle Hilfe sowie die wirksame langfristige Entwicklungsarbeit der AWD findet seit vielen Jahren höchste Anerkennung. Ihre Anstrengungen gelten allen Notleidenden, ungeachtet ihrer ethnischen Zugehörigkeit, ihres Geschlechts, ihrer Religion, ihrer Staatsangehörigkeit oder ihrer politischen Überzeugungen.

Im Rahmen der Nothilfe, die Opfern von Naturkatastrophen wie auch vom Menschen verursachten Katastrophen das Überleben ermöglicht, arbeitet die AWD eng mit ACT (Action by Churches Together - Kirchen helfen gemeinsam) zusammen. Einen zweiten, wesentlichen Schwerpunkt setzt die AWD beim langfristigen gemeinsamen Engagement mit der lokalen Bevölkerung mit der Zielsetzung, auf der Grundlage ganzheitlicher Ansätze eine nachhaltige Entwicklung zu verwirklichen.

Leitungsstrukturen und Auftrag

Mitglieder des Programmausschusses für Weltdienst 2009. © LWB/R. de Faria

Die Arbeit der Abteilung steht unter Leitung des LWB-Rates mit dessen Programmausschuss für Weltdienst (PAWD). Im Jahr 2000 richtete der Rat einen Ständigen Ausschuss für Weltdienst (SAWD) ein, dessen Aufgabe es ist, die praktische Arbeit der AWD zu begleiten, zu kontrollieren und Entscheidungen in diesem Bereich zu treffen.

Mehr Informationen zum Auftrag der AWD erhalten Sie durch Anklicken der folgenden Stichwörter:

AWD-Richtlinien

Richtlinien für alle Ausschüsse des Rates

Ständiger Ausschuss für Weltdienst

AWD-Strategieplan 2007-2012

Hier finden Sie Informationen zur Globalen LWB-Konsultation „Prophetische Diakonie – Zur Heilung der Welt“ (2002).

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Schwerpunktbereiche

In Bangladesch gehören Naturkatastrophen seit jeher zum Leben. © LWB/RDRS Bangladesch

Die AWD stützt ihre Arbeit auf besondere Fachkompetenz in verschiedenen Bereichen, die die Grundlagen für die Schwerpunktsetzung liefert sowie die nötige Flexibilität bietet, um auf bestehende und sich wandelnde Anforderungen und Umstände reagieren zu können. Die AWD arbeitet in folgenden Schwerpunktbereichen:

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Länderprogramme

Tomatenzucht in Treibhäusern. © Enes Smajlovic, Agronom, LWB-Büro Tuzla

Die AWD ist mit vier Regionalprogrammen, 15 Länderprogrammen und fünf assoziierten Programmen und Nothilfeprojekten in 37 Ländern aktiv und stellt dort die operationellen Grundlagen für humanitäre Hilfe und die Umsetzung von Entwicklungsstrategien bereit. Alle AWD-Länderprogramme entstanden als Reaktion auf akute Notsituationen und auf Einladung lokaler PartnerInnen. Zum Wiederaufbau von Gemeinwesen streben die Programme im Rahmen langfristiger lokaler Partnerschaften die umfassend gültigen Ziele Nachhaltigkeit, Befähigung zur Selbstbestimmung, Anwaltschaft und Kapazitätsaufbau an. Ist im jeweiligen lokalen Umfeld die nötige Kapazität und Selbstbestimmung hergestellt, wird das Programm in lokale Leitungsstrukturen überführt und geht in die Kategorie der assoziierten Programme über, die in Partnerschaft mit der AWD die Arbeit weiterführen.

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Partner

Die AWD arbeitet im Rahmen eines weitreichenden Netzwerks von Partnerbeziehungen, was eine verbesserte Leistungsfähigkeit und die Multiplikation der Ressourcen unterstützender und finanzgebender Partner sowie lokaler Partner in der Umsetzung ermöglicht. Zum Partnernetzwerk zählen: die LWB-Mitgliedskirchen und ihre Partnerorganisationen, ökumenische Organisationen, und insbesondere ACT (Action by Churches Together - Kirchen helfen gemeinsam) sowie das Globale Ökumenische Aktionsbündnis, Sonderorganisationen der Vereinten Nationen und andere zwischenstaatliche und Nichtregierungsorganisationen.

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AWD Genf

Die AWD ist innerhalb des Sekretariats des LWB in Genf angesiedelt. Ihre organisatorische und personelle Zusammensetzung bietet die notwendige Infrastruktur und Vernetzung für die Planung, Koordinierung und Berichterstattung im Blick auf ein wirkungsvolles Management der humanitären und diakonischen Programmarbeit. Im Dienst des Partnernetzwerks und der lokalen AkteurInnen nimmt die AWD in Genf die folgenden Aufgaben wahr: Formulierung von Grundsätzen und Strategien zur Vorlage im Ständigen Ausschuss für Weltdienst, Management, Verwaltung und Mittelbeschaffung im Zusammenhang mit den Länderprogrammen sowie Koordinierung der Arbeit in den aufgeführten spezifischen Schwerpunktbereichen.

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Finanzen und Personal

Im Jahr 2008 hat die AWD Programme und Nothilfearbeit mit Mitteln in Höhe von 112,3 Millionen US-Dollar unterstützt (davon 81,8 Millionen für AWD-Programme und 30,5 Millionen für assoziierte Programme). Dabei handelt es sich um Gelder von Mitgliedskirchen, Partnerorganisationen, Regierungen, zwischenstaatlichen Organisationen sowie um Einzelspenden. Die weltweit koordinierte Arbeit der AWD in den Bereichen humanitäre Hilfe und nachhaltige Entwicklung wird von etwa 40 internationalen MitarbeiterInnen in den Schlüsselpositionen der Länderprogramme, 5.700 lokalen MitarbeiterInnen und BeraterInnen sowie 15 MitarbeiterInnen innerhalb der AWD Genf geleistet.

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Geschichte

Diese Flüchtlingsfamilie ist eine von 40 Familien aus Deutschland und Österreich, die nach dem Zweiten Weltkrieg auf vom LWB gepachteten Höfen in Südfrankreich Zuflucht fanden. © LWB/AWD

1947 nahm der Lutherische Weltbund (LWB) den Dienst an notleidenden Menschen auf, vorwiegend an lutherischen Flüchtlingen, die als Folge des Zweiten Weltkriegs heimatlos geworden waren. Seit über fünf Jahrzehnten ist die Hilfe für Flüchtlinge, Binnenvertriebene und Opfer von Katastrophen inzwischen ein vorrangiger Schwerpunkt der Weltdienstarbeit. In den letzten Jahrzehnten ist als weiterer, gleichermassen bedeutender Schwerpunkt ein ganzheitliches Konzept nachhaltiger Entwicklung hinzugekommen, das die Menschen in den Mittelpunkt stellt, von ihren Rechten her argumentiert (der sog. rights-based approach), die Genderproblematik berücksichtigt und mit Umweltfragen verantwortlich umgeht.

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Weitere Informationen erhalten Sie bei:

AWD-Direktor Pfr. Eberhard Hitzler oder seiner Assistentin Doris Gfeller.