Lutherischer Weltbund

Abteilung für Mission und Entwicklung

AME-Schwerpunktthemen
Nachhaltige Entwicklung

Eine nachhaltige Entwicklung fördert die gottgegebene Würde jedes Menschen und verhilft Einzelnen und Gruppen dazu, über ihre Zukunft verstärkt selbst zu bestimmen. Die Bedeutung der Nachhaltigkeit der Kirchen für Mission und Entwicklung ist unumstritten. Sie zu gewährleisten ist demgemäss ein wesentliches Anliegen.

Die LWF Guiding Principles for Sustainable Development (LWB-Leitsätze für eine nachhaltige Entwicklung, nur in englischer Sprache verfügbar; erfordert Adobe Acrobat Reader) aus dem Jahr 2000 formulieren einen ganzheitlichen Ansatz, der allgemeine Prinzipien nachhaltiger Entwicklung darlegt und spezifische Dimensionen wie Menschenrechte, Gender-Perspektive, Umwelt und Kommunikation behandelt.

Kapazitätsaufbau

Schreinereiausbildung © LWB/S. Lim

LWB/AME agiert in dem Bewusstsein, dass nachhaltige Entwicklung gleichermassen Prozess und Ziel ist und sich daran ausrichtet, dass Menschen in der Beziehung zu ihrem sozialen Umfeld wie zu ihrer Lebensgrundlage Umwelt in Würde leben können.

Im Rahmen ihrer Projektarbeit organisiert und unterstützt die AME regelmässig Workshops und Seminare, die in den LWB-Mitgliedskirchen die Kompetenz für Initiativen zur nachhaltigen Entwicklung fördern sollen.

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Teilhabe und Bevollmächtigung

Hilfe zur Selbsthilfe: Bestimmung über die eigenen Ressourcen und die eigene nachhaltige Entwicklung. © LWB/J. Schep

Vielerorts laufen kirchliche Entwicklungsstrategien den herrschenden marktorientierten Entwicklungsplänen und -vorhaben von Staaten wie auch globalen ökonomischen Kräften zuwider. Die Kirchen engagieren sich an der Seite armer Dörfer und ausgegrenzter Bevölkerungsgruppen, sie befähigen sie zur Selbsthilfe und zur Bestimmung über die Nutzung ihrer eigenen Ressourcen (Land, Wälder, Wasser) und damit über ihre eigene nachhaltige Entwicklung.

Anwaltschaft

Entwicklung ist ein Veränderungsprozess, durch den den Grundbedürfnissen und Menschenrechten von Einzelpersonen und Gruppen in einer Gesellschaft Rechnung getragen wird, während gleichzeitig die Grundbedürfnisse und Menschenrechte anderer Gruppen und zukünftiger Generationen gewahrt bleiben.

Einzelnen lutherischen Gemeinschaften mag es am politischen Einfluss bei ihren Regierungen fehlen und sie mögen nicht in der Lage sein, die Konsequenzen der Globalisierung abzuwenden. Aber die lutherische Kirchengemeinschaft kann durch ein gemeinsames Engagement mit dem ökumenischen Netzwerk für die Rechte der Armen und Ausgegrenzten einstehen. Sie kann die Gemeinschaften an der Basis dadurch stärken, dass sie ihr Bewusstsein für die Menschenrechte fördert und lokale Anwaltschaftsinitiativen unterstützt.

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Nachhaltigkeit im Dienst an Wort und Sakrament

Das Bemühen um Nachhaltigkeit darf sich nicht auf einzelne Projekte und Programme beschränken, vielmehr ist es notwendig, dass die gesamte Kirchengemeinschaft in wechselseitiger Bezugnahme zusammenarbeitet, so dass der Dienst an Wort und Sakrament im Leben der Kirchen in nachhaltiger Weise stattfinden kann. Darüber hinaus ist in den Kirchen verantwortungsvolle Haushalterschaft nötig, die nachhaltige Strukturen schafft und weiterentwickelt, die die kirchliche Arbeit gegen Finanzkrisen absichern.

Inzwischen wird dieses wichtige Thema in Form von Erfahrungsaustausch, kritischer Reflexion und der Weitergabe von Strategien auch bei den Regionalkonsultationen der Mitgliedskirchen berücksichtigt. Kirchen und Partnerorganisationen setzten sich in diesem Rahmen gemeinsam mit Fragen im Blick auf kirchliche Strukturen, Haushalterschaft, Erschliessung von Finanzquellen, Miteinanderteilen von Ressourcen und gegenseitige Rechenschaftspflicht auseinander.

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Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Jacob K. Schep, Amtierender AME-Direktor

Stefan Niederberger, Verwaltungsassistent

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