Lutherischer Weltbund

Abteilung für Mission und Entwicklung

Regionalprogramme
Afrika

AIDS-Bewusstseinsbildung bei den Massai. © KELK

Die Gemeinschaft des LWB in Afrika umfasst 31 Mitgliedskirchen in 23 Ländern, denen Ende 2007 insgesamt 17,29 Millionen Menschen angehörten. Sechs dieser Kirchen haben jeweils über 500.000 Mitglieder, neun Kirchen jeweils weniger als 25.000.

Das Afrikareferat ist in Genf angesiedelt und begleitet mithilfe von Programmen und Projekten, die an den spezifischen Anliegen und Problemen der Kirchen in der Region und den von den Mitgliedskirchen festgelegten Prioritäten ausgerichtet sind, die LWB-Mitgliedskirchen in ihrem ganzheitlichen Dienst.

Gemeinschaft auf der subregionalen Ebene

Eine der wichtigsten Aufgaben der afrikanischen Kirchen besteht in der Stärkung der Gemeinschaft und Zusammenarbeit über die von den Kolonialmächten willkürlich gezogenen Ländergrenzen hinweg. Dies geschieht durch drei subregionale Zusammenschlüsse: Die Lutherische Gemeinschaft in Zentral- und Westafrika (LUCCWA), die Lutherische Gemeinschaft in Zentral- und Ostafrika (LUCCEA) und die Lutherische Gemeinschaft im südlichen Afrika (LUCSA). Sie tragen wesentlich dazu bei, sowohl etablierte als auch junge Kirchen in ihrem Wirken und Wachstum zu begleiten.

Hier finden Sie weitere Informationen zu den subregionalen Gemeinschaften in Afrika.

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Mission und Diakonie

Herausforderungen in der Mission. © LWB/J. Schep

Das Afrikareferat veranstaltet alle zwei Jahre eine KirchenleiterInnenkonsultation, auf der Herausforderungen und Probleme eines ganzheitlichen Dienstes diskutiert und praktische Erfahrungen ausgetauscht werden. Solche Zusammenkünfte befassen sich auf der Grundlage der im LWB-Missionsdokument dargestellten Modelle und der Herausforderungen auf dem Kontinent – insbesondere HIV und AIDS, Armut und damit verbundene Fragestellungen – mit neuen Verstehensweisen und Ansätzen zum Thema Mission. Das Referat unterstützt und koordiniert ausserdem verschiedene gemeinsame Missionsgremien, denen Süd-Süd-Partnereinrichtungen der Kirchen sowie auch ihre Partner aus dem Norden angehören. Dieser multilaterale Ansatz ermöglicht die lebensnotwendige missionarische Weggemeinschaft mit jüngeren und kleineren Kirchen und er bestärkt ältere und grössere Kirchen im gemeinsamen Handeln.

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Armut und die Mission der Kirche

Zusammen gegen die Armut kämpfen.
© LWB/M. Filibus

Für viele Menschen in Afrika ist die Bitte des Vaterunsers „Unser tägliches Brot gib uns heute“ ein verzweifelter Ruf nach dem Überlebensnotwendigen. Im Bewusstsein, dass Armut die Menschen ihrer Würde beraubt, regte die LWB-Region Afrika 2006 ein Programm an, das es Kirchen ermöglichen soll, sich gemeinsam für eine „Wirtschaft, die dem Leben dient“ zu engagieren. Im September 2006 fand in Tansania eine Konsultation über Armut und die Mission der Kirche statt, in deren Rahmen der Aktionsplan von Arusha verabschiedet wurde, der Anstösse zur weiteren Reflexion und zum Zeugnis der Kirche inmitten der Armut anbietet.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Armut und die Mission der Kirche.

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Kirchen leiten

KirchenleiterInnenkonferenz in Windhuk (Namibia) 2005. © LWB/H. Ellis

An den alle zwei Jahre stattfindenden KirchenleiterInnenkonsultationen nehmen sowohl Frauen und junge Führungskräfte als auch die jeweiligen Kirchenleitenden teil. Thematisiert werden unter anderem Führungsstil und Teamfähigkeit, Transparenz und Rechenschaft sowie entsprechende nachhaltige Strukturen. Bei seiner jährlichen Tagung diskutiert der Beratungsausschuss für theologische Ausbildung in Afrika (Advisory Committee for Theological Education in Africa, ACTEA) theologische Lehrpläne, unterstützt die theologische Forschung und berät die Kirchen hinsichtlich ihrer theologischen Ausbildungsprogramme.

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Kommunikation und Anwaltschaft

Das Sawtu-Linjila-Radio in Kamerun.
© LWB/J. Latva-Hakuni

Die lutherische Afrikanische KirchenleiterInnenkonferenz 2005 erkannte die historische Bedeutung der Kommunikation für die Mission in Afrika an und betonte, dass Gemeinschaft ohne Kommunikation nicht möglich sei. Sie gründete das Afrikanische lutherische Kommunikations- und Informationsnetzwerk (ALCINET), in dem LUCSA für eine Website, LUCCEA für Printmedien und LUCCWA für Audio- und Videokommunikation zuständig ist.

In Zusammenarbeit mit anderen Einheiten des LWB-Sekretariats regt das Afrikareferat die Mitgliedskirchen dazu an, ein Bewusstsein und Kapazitäten für Anwaltschaft in ihrem jeweiligen lokalen und regionalen Kontext zu entwickeln. Die Unterstützung durch und Weggemeinschaft in gemeinschaftlichen Beziehungen stärkt anwaltschaftliche Initiativen der Kirchen und hinterfragt gleichzeitig ihre Rolle im eigenen Kontext.

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Konfliktlösung und Friedensarbeit

Unsere Zukunft – Zusammenarbeit für Gerechtigkeit und Frieden.
© LWB/J. Schep

Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit des Afrikareferates ist die Hilfe für und Begleitung von Kirchen, die sich in einem internen Konflikt oder einem Konflikt zwischen Kirchen befinden. Bei Bedarf oder auf Anfrage werden seelsorgerliche Besuchsteams organisiert und Mediation angeboten. Der Schwerpunkt liegt auf der Lösung von Problemen und dem Aufbau bzw. der Heilung von Beziehungen.

Das Referat unterstützt die Interreligiöse Initiative für Frieden in Afrika (IFAPA) und arbeitet mit ihr zusammen – insbesondere im Blick auf die ökumenische und interreligiöse Zusammenarbeit beim Friedensaufbau in Afrika.

Hier finden Sie weitere Informationen zum zweiten IFAPA-Gipfel 2005.

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50-Jahre-Feier 2005

Bischof Dr. Zephania Kameeta von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Republik Namibia (ELKRN): Zur Heilung Afrikas! © LWB/H. Ellis

Die erste Tagung der Gesamtafrikanischen lutherischen Konferenz (AALC) fand 1955 in Marangu (Tansania) statt. Der Traum dieses Zusammentreffens wurde zur gemeinsamen Vision für die Zukunft Afrikas. Zur Feier des 50-jährigen Jubiläums mit dem Thema „Aus Isolation zur Gemeinschaft: Zur Heilung Afrikas“ kamen im November 2005 RepräsentantInnen afrikanischer lutherischer Kirchen in Windhoek (Namibia) zusammen. Sie tauschten sich über den Traum und die Bereitschaft aus, gegen jegliche Ungerechtigkeit, Gewalt, Ausgrenzung und Korruption prophetisches Zeugnis abzulegen und aktiv zur Erneuerung der gesamten lutherischen Gemeinschaft beizutragen.

Hier finden Sie die Botschaft der gesamtafrikanischen Konferenz (in englischer Sprache). (erfordert Adobe Acrobat Reader)

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Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Pfr. Dr. Musa P. Filibus, Gebietsreferent für Afrika

Margarita Thilby, Verwaltungsassistentin

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