Christliche Ausbildung
In den letzten 25 Jahren hat sich das LWB-Programm für Christliche Ausbildung darauf konzentriert, die Mitgliedskirchen bei ihrer Studien- und Forschungsarbeit, ihren Veröffentlichungen und ihrer Bildungsarbeit zu unterstützen.
|
ICENET-Tagung im Juni 2001 in Montreux (Schweiz) |
Die Arbeitsschwerpunkte des Programms haben sich über die Jahre verlagert: von der Weitergabe des christlichen Glaubens und Bekenntnisses auf die Hinführung der Gläubigen zu einer kontextuellen Auseinandersetzung mit ihrem Glauben. Diese Auseinandersetzung soll sie darauf vorbereiten, in der Gesellschaft ein reflektiertes Zeugnis ihres Glaubens abzulegen. Es hat noch eine weitere Verlagerung gegeben: Das LWB-Programm ist von der Konzentration auf Sonntagsschulkinder und Jugendlichen in KonfirmandInnenklassen zu einem Verständnis von christlicher Ausbildung als "einer lebenslangen Reise des Glaubens" übergegangen, die Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und die "reifen Jahrgänge" einschliesst (LWB-Rat, 1999).
Die Abteilung für Mission und Entwicklung (AME) hat seit 1990 zwei wichtige Studien zur christlichen Ausbildung durchgeführt. Die Studie zu den Aufgaben christlicher Unterweisung und die KonfirmandInnenarbeit. Auf seiner Tagung 1993 in Kristiansand (Norwegen) leistete der LWB-Rat einen richtungsweisenden Beitrag zu diesen Studien: Er diskutierte über das Verständnis christlicher Ausbildung und forderte, sie müsse prophetisch und befreiend, ganzheitlich und kontextuell sein. 1999 wurde anerkannt, dass christliche Ausbildung den Menschen auf seiner lebenslangen Reise des Glaubens begleiten muss.
Konfirmationshandbuch
Die Handreichung zur KonfirmandInnenarbeit wurde 1998 veröffentlicht. Das Handbuch ist so konzipiert, dass es LeiterInnen von KonfirmandInnengruppen sowie christlichen PädagogInnen helfen kann, kontextgemässe Unterrichtsstunden und Unterrichtsmaterialien für Jugendliche und junge Erwachsene vorzubereiten. Das Handbuch stützt sich auf die Bibel, auf Luthers Katechismus und konkrete Erfahrungsberichte aus aller Welt. So kann es in vielfältiger Weise in der christlichen Bildungsarbeit eingesetzt werden. Das Handbuch ist in Englisch, Französisch, Deutsch und Spanisch erhältlich.
ICENET-RCENET
|
Mitglieder des RCENET Lateinamerika und Karibik im Oktober 2001 in Sao Leopoldo (Brasilien) |
Um die reichen Erfahrungen der Mitgliedskirchen weltweit nutzbar zu machen, sind internationale und regionale Netzwerke christlicher PädagogInnen eingerichtet worden. Das Internationale Netzwerk für Christliche Ausbildung (International Christian Education Network, ICENET) nahm seine Arbeit im Juni 2000 auf und hat zwölf Mitglieder aus allen sieben LWB-Regionen. ICENET arbeitet nach der Devise, dass christliche Bildung eine missionarische Ausrichtung hat: "In die Tiefe gehen, um in die Breite wirken zu können." Die Mitglieder von ICENET befassen sich in ihrer Studienarbeit vor allem mit dem methodischen Vorgehen in der christlichen Ausbildung, so z.B. mit der Frage, wie die "Verwandlung der Mission als Ziel christlicher Ausbildung" verwirklicht werden kann. Die Mitglieder von ICENET kommen einmal im Jahr zusammen und stehen die übrige Zeit in ständiger Verbindung via Internet.
|
Das Netzwerk für Christliche Ausbildung nutzt das Internet für Kommunikation und Zusammenarbeit. |
Regionale Netzwerke für Christliche Ausbildung (Regional Christian Education Networks, RCENET) arbeiten in Afrika, Asien, Osteuropa, Lateinamerika und Karibik, Nordamerika und in den übrigen Teilen Europas. Sie setzen sich primär mit der Frage der Kontextualität christlicher Ausbildungsinhalte auseinander (z. B. mit der Stärkung einer Kultur des Friedens). Die RCENET kommen alle zwei Jahre zusammen und stehen in Kontakt mit christlichen PädagogInnen und theologischen Ausbildungsstätten in den Regionen. Die Arbeitsergebnisse von ICENET und den RCENET werden in der Zeitschrift für christliche Ausbildung "The Educator" veröffentlicht.
Weitere Informationen erhalten Sie bei:
AME-Direktor
Pfr. Dr. Kjell Birger Nordstokke
E-Mail: kno@lutheranworld.org







